Zeit des Sozialwerks soll in den alten Bauten sichtbar bleiben
Acht Baracken unter Schutz

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Acht Baracken aus der Zeit des Sozialwerks, die noch auf dem Gelände der heutigen Polizeischule erhalten sind, sind jetzt unter Denkmalschutz gestellt worden. Von 1941 bis 1945 war das Gelände das Stammlager 326, von dem aus Kriegsgefangene verteilt wurden. Zwei Jahre lang nach Kriegsende war dort ein Internierungslager für NS-Führungskräfte und für Menschen, die unter dem Verdacht standen, Kriegsverbrecher zu sein.

Freitag, 28.06.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 28.06.2019, 10:50 Uhr
Unter Denkmalschutz steht unter anderem die Entlausung mit dem 65.000 Kilogramm schweren Stahlkoloss-Kunstwerk von Alf Lechner. Foto: Monika Schönfeld
Unter Denkmalschutz steht unter anderem die Entlausung mit dem 65.000 Kilogramm schweren Stahlkoloss-Kunstwerk von Alf Lechner. Foto: Monika Schönfeld

Das Sozialwerk Stukenbrock, ein Auffang- und Flüchtlingslager, entstand 1948. Zunächst wurden hier deutsche Flüchtlinge und Vertriebene, in den 50er- und 60er-Jahren Geflüchtete aus osteuropäischen Staaten aufgenommen. Beteiligt am Sozialwerk waren das Evangelische Hilfswerk Westfalen, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt und der Westfälische Blindenverein. Nach der Schließung 1970 wurde das Bildungszentrum Erich Klausener der Polizei NRW auf dem Gelände ansässig.

Komplettes Gelände ist als Bodendenkmal geschützt

Als Bodendenkmal ist das komplette Gelände geschützt, unter Denkmalschutz stehen außerdem das Arrestgebäude, das Entlausungshaus, die Lagerkirche und die Lagerstraße.

Denkmalwert sind die Gebäudehüllen der Baracken, nur in Teilen das Innere der Bauten. Wegen zahlreicher Umbauarbeiten im Inneren der Originalbaracken sind die ursprünglichen Raumstrukturen und Raumgrößen in hohem Maße verändert worden. Die Räume dienen heute der Polizeischule als Übungsräume.

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