Fr., 05.07.2019

Verkehrsberuhigung der Senner Straße verschoben – Warten auf Gesetzesänderung Anwohner bezweifeln Wirkung

Erst mal tut sich an den Ortseingängen der Senner Straße nichts. Die Politik will die Gesetzesänderung abwarten.

Erst mal tut sich an den Ortseingängen der Senner Straße nichts. Die Politik will die Gesetzesänderung abwarten. Foto: Bernd Steinbacher

Von Bernd Steinbacher

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Seit Jahren wird mit dem Kreis verhandelt, jetzt wird eine Verkehrsberuhigung der Senner Straße in Stukenbrock-Senne verschoben. Tempo 30 ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Der Ordnungsausschuss am Mittwochabend wollte nichts gegen den Bürgerwillen beschließen. Deshalb wird, so der Kompromissvorschlag von Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, abgewartet, was das neue Kommunalabgabengesetz an tatsächlichen Kostenentlastungen für die Anlieger bringt. Sie werden an den Ausbaukosten beteiligt und deshalb nach dem Vorliegen genauer Zahlen erneut informiert. Diesem Beschlussvorschlag folgten die Ausschussmitglieder einstimmig. Beschlossen wurde aber auch, an der vorliegenden Planung festzuhalten.

Einige Anwohner hatten im April die Wirkung, besonders der Querungshilfe am westlichen Ortseingang, bezweifelt. »Das waren schon ziemliche Proteste der Bürger. Sie glauben nicht, dass Querungshilfen den Verkehr bremsen«, sagte Erichlandwehr. Angeblich solle ein Schreiben unterwegs sein, in dem sich viele Stukenbrock-Senner gegen den Ausbau in der geplanten Form wenden. Das liege der Verwaltung bis jetzt aber nicht vor. »Die Fachleute, nicht die Bürger, sollen die Standorte für die Straßenteiler festlegen, es gibt Untersuchungen, dass diese wirken.«

Was der Wille der Einwohner Stukenbrock-Sennes ist, ist allerdings nicht ganz klar. 2016 hatte der Verein »Unser Dorf Stukenbrock-Senne« die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, eben die beiden Querungshilfen auf der Senner Straße beantragt.

Der Kreis als Straßenbaulastträger hatte zuvor die Sanierungsbedürftigkeit der Straße festgestellt. Mehrere Gespräche zwischen Stadt und Kreis folgten.

Falls schnell klar ist, was die Gesetzesänderung für die Anwohner bedeutet, und diese wegen der geringeren Belastung doch noch zustimmen, könnte im nächsten Jahr gebaut werden. Laut Beschlussvorlage haben sich die Kosten auf 772.000 Euro verteuert. Damit soll die Ortsdurchfahrt mit Fuß-, Radweg und Grünflächen verschönert werden.

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