Sa., 20.07.2019

Safariland Stukenbrock feiert 50. Geburtstag – mit Video Nachtlager bei den Löwen

Björn und Katrin Krtschil mit ihren vier und 13 Jahre alten Söhnen gehören zu den ersten Übernachtungsgästen in der Zelt-Lodge.

Björn und Katrin Krtschil mit ihren vier und 13 Jahre alten Söhnen gehören zu den ersten Übernachtungsgästen in der Zelt-Lodge. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Hakuna Matata und ein Wimoweh: Dass auch der Löwe nachts schläft, bestätigen Björn und Katrin Krtschil aus Ratingen, die mit ihren 13 und vier Jahre alten Söhnen in einer der neuen Zelt-Lodges im Safariland Stukenbrock übernachtet haben.

»Afrika in der Senne« feiert am Samstag 50-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr hat das Familienunternehmen kräftig investiert – in die Lodges für Familien (200 Betten), aber auch in einen Indoor-Spielplatz und ein Familienrestaurant.

Safariland-Geschäftsführerin Elisabeth Wurms stellt sich auf ein verändertes Freizeitverhalten ein. »Unsere Zielgruppe sind künftig vor allem die Familien mit Kleinkindern. Die Jugendlichen suchen mehr Action.« Das bestätigen die Krtschils aus Ratingen. »Wir sind keine Adrenalin-Junkies. An diesem Park schätzen wir die Gemütlichkeit.«

Mit der Familie sei er nachts durch den Park geschlendert, habe auf den See und die Flamingos geschaut und den herumtollenden Berberäffchen in ihrem orientalischen Affenhaus zugeschaut. »Mein großer Sohn hat noch nicht mal nach dem WLAN-Password gefragt«, sagt Björn Krtschil. »Er sagte, das sei sein bester Urlaub, obwohl wir nur zwei Tage und eine Nacht hier waren. Ein merkwürdiger Sinneswandel, denn sonst sitzt er viel am Computer.«

Lebensgefühl des Hakuna Matata

Die Faszination, die vom schwarzen Kontinent ausgeht, war vor 50 Jahren der Grund für Robert und Hildegard Wurms, ihr Hotel in Düsseldorf gegen den Sennesand zu tauschen. Damals waren Fernsehserien wie »Daktari« und Professor Grzimeks Serengeti-Filme die Straßenfeger.

Heute ist es das Lebensgefühl des Hakuna Matata, »alles in bester Ordnung«, nach dem sich Menschen sehnen. Dazu kommt, dass eine exotische Safari in Stukenbrock nur ein Bruchteil einer in Kenia oder Namibia kostet. »Man wird früher wach, weil man den Tag nutzen möchte. Wir konnten durchschlafen, aber es ist ein Abenteuer«, sagen die Gäste aus Ratingen.

Auch wenn die Kinder den Fahrgeschäften entgegenfiebern, bleibt doch die Safari das Abenteuer für Jung und Alt. Mit dem eigenen Auto fahren die Besucher durch die Löwen- und Tigergehege, in der Steppe, wo die Antilopen und Giraffen leben, darf man das Autofenster herunterkurbeln. Die neugierigen Lamas stecken gerne mal den Kopf hinein, sehr zum Vergnügen der Insassen.

In Wurms Sinne

Fritz Wurms hat in zweiter Generation beständig den Zoo Safaripark in Stukenbrock weiterentwickelt; er galt bis zu seinem Tod im Januar als der Ansprechpartner für die Zucht von Raubkatzen weltweit. Seine Witwe Elisabeth Wurms führt das Safariland (65 Hektar, 250 Mitarbeiter) in seinem Sinne weiter und hat dabei Unterstützung von der Familie – in dritter Generation Jeanette Wurms und bereits in vierter mit ihrem Sohn Marcel.

Immer wieder waren Stars wie Siegfried & Roy, Joan Collins und Boris Becker im Park. Aber die eigentlichen Stars sind die Besucher – und die Gepardenbabys, das Zebrapferd Eclyse und die Erdmännchen.

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