Di., 30.07.2019

Sporthalle bekommt moderne Deckenheizung – BHKW im Keller Wärme für die Bühlbuschschule

Foto: Matthias Kleemann

Von Matthias Kleemann

Verl (WB). Wenn die neuen i-Dötze nach den Ferien in die Bühlbuschschule strömen, dann erwartet sie ein Gebäude, das energietechnisch auf dem neuesten Stand ist.

Seit einem Jahr wird die Bühlbuschschule saniert, jetzt ist der letzte von drei Bauabschnitten in Arbeit. Dazu gehört eine neue Beleuchtung und Heizung der Sporthalle. Das Besondere: Die Heizkörper befinden sich unter der Decke und sind tatsächlich in einem Bauteil zusammen mit der LED-Beleuchtung. Es sind richtige Heizkörper, durch die warmes Wasser strömt, wie in jedem Eigenheim.

Heizung von oben – ist das sinnvoll? Warme Luft steigt doch auf. Schon, sagt Winfried Egbringhoff, Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement. »Aber in einem großen Raum wie einer Sporthalle verteilt sich die Wärme gerade dann sehr gut, wenn sie von oben abgestrahlt wird.« Außerdem seien dann an den Wänden keine Heizkörper im Weg. Sehr praktisch und nahezu wartungsfrei. »Viele Industriebetriebe machen das auch so.« Damit die Wärme in der Halle bleibt, sind auch die Fenster der Sporthalle ausgetauscht worden.

Ans Fernwärmenetz

Außerdem wird die Schule an das Fernwärmenetz der Stadt angeschlossen. Die Leitungen wurden über die Bahnhofstraße verlegt und sind bis in den Keller geführt worden. Hier müssen sie noch an die Übergabestation angeschlossen werden.

Zuvor allerdings wird noch ein kleines Blockheizkraftwerk (BHKW) eingebaut. Es hat eine Leistung von 50 Kilowatt elektrisch und 100 Kilowatt Wärme. Die Schule wird davon 10 bis 15 Prozent brauchen. Der Rest wird ins Fernwärmenetz eingespeist. Dieses Netz ist dezentral konzipiert und hat dann schon sechs BHKW. Zwei davon stehen im Schulzentrum, eines im Rathaus und zwei im Freibadkeller. Die BHKW werden mit Erdgas betrieben (Wirkungsgrad: 90 Prozent). Hinzu kommen der Holzhackkessel an der Fernwärmezentrale am Freibad, die Biogasanlage eines landwirtschaftlichen Betriebes und einige weitere Anlagen in Industriebetrieben.

»Die Wärme kann in beide Richtungen fließen, so wie sie gerade gebraucht wird«, sagt Egbringhoff. Das funktioniere sehr gut mithilfe einer elektronischen Steuerung. Durch die ganzen Maßnahmen, die zum Teil auch noch über verschiedene Programme gefördert werden, erreicht die Stadt eine CO 2 -Einsparung von rund 85 Prozent.

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