Sa., 17.08.2019

CNC-Dreher Simon Pankratz trainiert für die »Worldskills« in Russland Er will Weltmeister werden

Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann (links) drückt Simon Pankratz die Daumen für die WorldSkills. Er vertritt Deutschland bei den »WorldSkills«, den Weltmeisterschaften der Berufe im russischen Kasan.

Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann (links) drückt Simon Pankratz die Daumen für die WorldSkills. Er vertritt Deutschland bei den »WorldSkills«, den Weltmeisterschaften der Berufe im russischen Kasan.

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Kommt der nächste Weltmeister im CNC-Drehen aus Schloß Holte-Stukenbrock? Simon Pankratz vertritt Deutschland bei den »WorldSkills«, den Weltmeisterschaften der Berufe im russischen Kasan.

Bei seinen Vorbereitungen in Berlin traf er den Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann, der dem jungen Mann die Daumen drückt.

Das Handwerk liegt Simon Pankratz im Blut. »Mein Vater arbeitet als Zerspanungsmechaniker, meine beiden Brüder auch. Nach einem Praktikum war dann auch für mich klar, dass ich in dem Beruf arbeiten möchte«, sagt der 20-Jährige. Daher bewarb er sich nach seinem Abschluss an der Lisa-Tetzner-Schule bei der Gildemeister Drehmaschinen GmbH in Bielefeld und wurde genommen.

Seit Februar ist er ausgelernter Zerspanungsmechaniker. Sein Spezialgebiet: das CNC-Drehen. Dort ist er so talentiert, dass er im September 2018 bei den Deutschen Meisterschaften des Handwerks in Stuttgart die Silbermedaille gewann.

Qualifikation für die »WorldSkills«

Damit qualifizierte er sich für die »WorldSkills«. Die »Weltmeisterschaften der Berufe« finden vom 22. bis 27. August 2019 im russischen Kasan statt. »Dort treten rund 1500 junge Fachkräfte aus über 60 Ländern an«, sagt Pankratz. Er ist einer von 39 Deutschen unter 23 Jahren, die in 34 Disziplinen antreten. Die Dimension des Ereignisses verdeutlicht auch ein weiterer Fakt: Das »Kazan Expo International Exhibition Centre«, der 75 Hektar große Austragungsort des Wettbewerbs, wurde eigens für die »World­Skills« gebaut.

Damit dort alles perfekt läuft, bereitet sich die Nachwuchskraft derzeit intensiv vor. »Ich habe noch einmal spezielle Techniken eingeübt und wiederhole sie immer wieder.« Die Vorlage, eine Zeichnung, muss er zunächst am Computer umsetzen und danach die Werkzeugmaschine programmieren, bevor es ans Drehen geht. Die Zeitvorgabe ist eng. »Am Ende kommt es auf Präzision, die Maßhaltigkeit, das Zeitmanagement und auch Kreativität an, da die Bauteile sehr komplex werden.«

Vorbereitungstreffen in Berlin

Bei einem Vorbereitungstreffen in Berlin besuchte ihn der Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann: »Wir können stolz darauf sein, dass uns ein Talent aus unserer Region bei den Weltmeisterschaften in Russland vertritt«, so Linnemann. »Simon Pankratz steht stellvertretend für die exzellente Berufsbildung made in Germany. Sein Erfolg zeigt, dass die duale Ausbildung in Deutschland eine exzellente Basis für Top-Leistungen in der Arbeitswelt bietet.«

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