Fr., 23.08.2019

Flüchtlingsunterkunft wird benötigt – Bürgerentscheid über die Standortfrage Opposition für ehemaligen Campingplatz

Treffen auf dem ehemaligen Campingplatz am Föhrenweg: (von links) Marion Herzog (SPD), Christine Schütte-Ernst, Giesela Hörster (beide Flüchtlingshilfe), Philipp Ashton (Grüne), Thorsten Baumgart (FDP), Britta Rusch (CSB). Aus ihrer Sicht sollte die Flüchtlingsunterkunft an diesem Standort entstehen.

Treffen auf dem ehemaligen Campingplatz am Föhrenweg: (von links) Marion Herzog (SPD), Christine Schütte-Ernst, Giesela Hörster (beide Flüchtlingshilfe), Philipp Ashton (Grüne), Thorsten Baumgart (FDP), Britta Rusch (CSB). Aus ihrer Sicht sollte die Flüchtlingsunterkunft an diesem Standort entstehen. Foto: Bernd Steinbacher

Von Bernd Steinbacher

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Es ist keine Frage, dass eine weitere Flüchtlingsunterkunft benötigt wird. Die Frage des Bürgerentscheids ist, ob sie in Liemke oder auf dem ehemaligen Campingplatz am Föhrenweg gebaut wird. Die Opposition im Stadtrat wirbt für den ehemaligen Campingplatz und lädt gleichzeitig zu einer Infosveranstaltung ein.

»Die Wahlunterlagen gehen Ende August an die Bürger«, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Thorsten Baumgart am Donnerstagabend. »Wir wollen zudem auf die Infoveranstaltung hinweisen und möchten, dass viele Bürger kommen«, ergänzte Britta Rusch, CSB-Fraktionsvorsitzende.

»Beim Bürgerentscheid geht es nur um die Standortfrage«, betonte Christine Schütte-Ernst, die das Bürgerbegehren mit initiiert hat. »Wer unterschrieben hat, muss trotzdem beim Entscheid wählen.« Giesela Hörster berichtete, dass Flüchtlinge bei der Veranstaltung aus Angst nicht sprechen wollen. Sie selbst habe viel ertragen müssen. »Irgendwann trinkst Du etwas, was Du nicht verträgst, und dann bist Du tot«, habe sie neben Beschimpfungen gehört beziehungsweise lesen müssen.

Veranstaltung am Dienstag

Am Dienstag, 27. August, ab 18.30 Uhr findet eine Veranstaltung in der Aula des Gymnasiums statt. Angeboten wird sie von den Initiatoren des Bürgerbegehrens, sowie von FDP, SPD, CSB und Grünen. Ziel ist, »sachlich und fachlich« über alle Hintergründe des Bürgerentscheids zu informieren und auf Detailfragen der Besucher einzugehen. Vertreter aller Ratsfraktionen werden vertreten sein. »Auch die CDU hat zugesagt«, sagt Baumgart. Auch Vertreter der Verwaltung werden Fragen beantworten.

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