»Ich engagiere mich« – Manfred Vorderbrüggen in Liemke verwurzelt
Überzeugter Dorfentwickler

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Im Stadtteil Liemke hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. So ist zum Beispiel die Wapel­aue ein Aushängeschild geworden, und der Heiligenhäuschenweg lenkt den Blick auf Geschichte und Tourismus.

Donnerstag, 05.09.2019, 06:45 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 06:50 Uhr
An der positiven Entwicklung in Liemke hat auch Manfred Vorderbrüggen, Sprecher der Liemker Dorfentwickler, seinen Anteil. Seit 2011 engagiert sich der 69-Jährige ehrenamtlich, um »die Lebensqualität in Liemke zu erhöhen«. Foto: Bernd Steinbacher
An der positiven Entwicklung in Liemke hat auch Manfred Vorderbrüggen, Sprecher der Liemker Dorfentwickler, seinen Anteil. Seit 2011 engagiert sich der 69-Jährige ehrenamtlich, um »die Lebensqualität in Liemke zu erhöhen«. Foto: Bernd Steinbacher

Einer, der an dieser Entwicklung großen Anteil hat, ist Manfred Vorderbrüggen, Sprecher der Liemker Dorfentwickler. Seit 2011 engagiert sich der 69-Jährige ehrenamtlich, um »die Lebensqualität in Liemke zu erhöhen«.

Er verweist sofort auf das engagierte Team der ehrenamtlichen Dorfentwickler, auf die Unterstützung durch die Stadt und die Institutionen und Vereine in Liemke, ohne die es diese positive Entwicklung nicht gegeben hätte.

Beginn im Jahr 2011

Vorderbrüggen erinnert an die Anfänge im Jahr 2011, an die Zusammenarbeit mit dem Planer Halke Lorenzen, an das Sammeln erster Ideen, die erste Teilnahme am Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« und an die Erfolge, wie erhaltene Fördermittel und Preise beim Dorfwettbewerb, die Malkurse und den Heiligenhäuschenweg.

Eine Vielzahl von Aufgaben steht noch vor der Umsetzung. Eins sieht er aber auch: Das Durchschnittsalter des harten Kerns des Dorfentwicklers-Teams, etwa zehn »Urgesteine«, ist schon »etwas hoch«. Er wünsche sich, dass mehr junge Leute mitwirken, sieht aber auch, dass diese oft sehr eingebunden sind in den Beruf oder auch örtliche Vereine.

Und auf die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen, Institutionen und der Kirche legen die Dorfentwickler großen Wert. »Es gibt es eine gute Zusammenarbeit in Liemke«, betont Manfred Vorderbrüggen. »Wir wollen doch alle gemeinsam Liemke gestalten und lebenswerter machen.«

Umgestaltung der Wapelaue

Gelungen ist das mit der Umgestaltung der Wapelaue. Nach ersten Ideen bereits 2011 kaufte die Stadt 2014 das Gelände an der Wapel, zwischen Kirche und Friedhof, um einen Park zu ermöglichen. Seitdem ist ein Naherholungsgelände entstanden, das erweitert und immer weiter aufgewertet wird, zum Beispiel mit Bänken und Infotafeln. In Abstimmung mit der Stadt und dem Imkerverein werden neben dem Blühstreifen zwei bis drei Bienenvölker aufgestellt. »Viele Ideen hat Karl-Heinz Brüggemeier. Er ist auch eine der Hauptstützen bei der handwerklichen Umsetzung«, sagt Vorderbrüggen.

Der Versicherungskaufmann ließ seit Ende 2010 sein berufliches Engagement auslaufen und fand mit der Dorfentwicklung ein neues Aufgabenfeld. »Eine starke Identifikation mit Liemke«, nennt er als einen Grund für sein Engagement. Außerdem sei ehrenamtliche Tätigkeit in der Familie fest verankert. So habe seine Mutter Gertrud Vorderbrüggen für die Erntedankfeier in Liemke gewirkt. Sein Sohn Fabian Johann-vor-der-Brüggen ist im Ehrenamt Löschzugführer der Feuerwehr.

»Man muss Geduld haben, wenn bei Planungen andere mit im Boot sind. Entscheidungen bei Kreis und Politik benötigen eben einige Zeit, ebenso der Behördenweg bei der Vergabe von Fördermitteln«, ist die Erfahrung des gebürtigen Liemkers. Manchen mache das ungeduldig, doch die erreichten Erfolge könnten sich sehen lassen.

Zur Serie

Ohne Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, würden weite Teile des gesellschaftlichen Lebens nicht funktionieren. Doch viele Vereine und Organisationen suchen nach Mitstreitern, um Positionen besetzen und damit Angebote aufrecht erhalten zu können. Das WESTFALEN-BLATT stellt in loser Folge ehrenamtliche Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen vor. Bisher erschienen Artikel über: Lina Kirchner, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Jugendcafé Schloß Holte, Klaus Seichter, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, Manfred Robrecht , Fahrer für den Warenkorb der Caritas.

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