Fr., 13.09.2019

Strothmann investiert drei Millionen Euro in neue Fertigungshalle Roboter füttert die Presse

Am Prototypen des weiterentwickelten Feeders für Pressen mit den chinesischen Partnern: (von links) Christina Beckhoff (kaufmännische Leiterin/Strothmann), Wensheng Feng (Geschäftsführer China), Yungchuan Chi (Firma Chin Fong), Strothmann-Geschäftsführer Henning Seffers, Dr. Carsten Kipp (Technischer Leiter bei Strothmann) und Dietmar Kay (Vertrieb).

Am Prototypen des weiterentwickelten Feeders für Pressen mit den chinesischen Partnern: (von links) Christina Beckhoff (kaufmännische Leiterin/Strothmann), Wensheng Feng (Geschäftsführer China), Yungchuan Chi (Firma Chin Fong), Strothmann-Geschäftsführer Henning Seffers, Dr. Carsten Kipp (Technischer Leiter bei Strothmann) und Dietmar Kay (Vertrieb). Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die beiden Chinesen holen sich eine Trittleiter, um den »Feeder Plus 6 neo« in Aktion mit dem Handy zu fotografieren. Sieht aus wie Industriespionage, ist aber keine. Das chinesische Werk Chin Fong liefert die Pressen für die Weiterentwicklung aus dem Hause Strothmann Machines & Handling Gmbh.

»Der Prototyp ist bereits verkauft«, erläutert Strothmann-Geschäftsführer Henning Seffers. Der »Feeder« in Aktion zieht alle Blicke auf sich. Der Roboterarm, durch sechs Achsen extrem wendig, »füttert« die Pressen mit Blechen, greift sie und platziert sie passend. »Aus den Blechen werden in unserem Fall Außenhautteile für Automobile, Türen, Motorhauben, Dächer und Kotflügel. Standard ist, dass vier oder fünf Pressstufen hintereinander liegen«, erklärt Seffers. In der alten Halle am Altenkamp haben auch andere Kunden Beispiele aufgebaut, an denen sie ihre Leistungen den Besuchern der Herbstkonferenz bei der Hausmesse zeigen.

 

Hausmesse

 

Die Herbstkonferenz des Unternehmens findet zur Einweihung der neuen Fertigungshalle statt. »Aus der Technik – für die Technik« ist der Titel der Konferenz, zu der 80 Kunden aus der Industrie geladen sind. Strothmann stellt die beiden Arbeitsbereiche vor, die Pressenautomation und die Rundschienen-Systeme. Kunden der Pressenautomation sind die Automobilindustrie und Zulieferer. Die Rundschienen optimieren den Produktionsfluss. Große Lasten lassen sich damit bewegen und millimetergenau platzieren, wichtig vor allem auch für Landmaschinen- und Airbushersteller.

 

Arbeitswelten

In die neue Halle hat Strothmann drei Millionen Euro investiert, berichtet die kaufmännische Leiterin des Unternehmens, Christina Beckhoff. »Wir sind zeitlich und finanziell im Budget geblieben«, sagt sie. Erster Spatenstich war im August 2018, Richtfest im Januar 2019. Die Montagefläche der Halle beträgt etwa 1200 Quadratmeter. Die neue Halle hat eine Spannweite von 30 Metern, eine Krananlage, mit der 25 Tonnen und eine, mit der zehn Tonnen angehoben werden können. Das Gebäude ist 14 Meter hoch. An der Front sind drei Geschosse Büro- und Konferenzräume entstanden. »Wir haben im Montagebereich und in Büros Arbeitswelten geschaffen. Alle Montageplätze sind höhenverstellbar. Das ist auch in der bestehenden Halle so eingerichtet worden«, sagt Christina Beckhoff. Das Unternehmen verfügt direkt an der neuen Halle über ein Erweiterungsgrundstück, auf dem eine weitere in gleicher Größe gebaut werden könnte.

Mitarbeiterfest

Bereits einen Tag zuvor hat das Unternehmen ein Mitarbeiterfest gefeiert. 200 Gäste, darunter 50 Kinder, hatten viel Spaß. Die Familien hatten die Möglichkeit, die Arbeitsplätze der Beschäftigten zu besichtigen.

Strothmann Machines & Handling gehört zur Siempelkamp-Gruppe, hat 140 Mitarbeiter und schreibt 2019 einen Umsatz in Höhe von knapp 40 Millionen Euro. »Das Unternehmen Strothmann glaubt an den Technologiestandort Deutschland und den Kreis Gütersloh als Maschinenbaustandort. Davon zeugt die Investition, die wir jetzt getätigt haben«, sagt Henning Seffers. »Wir haben nicht eine Sekunde überlegt, an einen anderen Standort zu gehen. Made in Germany ist ein Qualitätssiegel.«

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