Sa., 14.09.2019

Schwester des Bürgermeisters schreibt ein Märchen über ihre Heimat »Holterdipolter« im Schloss

Die Weiber haben Bürgermeister Hubert Erichlandwehr in einen Zauberer verwandelt. Das hat seine ältere Schwester, Mariele Diekhof, zum Märchen »Holterdipolter« inspiriert.

Die Weiber haben Bürgermeister Hubert Erichlandwehr in einen Zauberer verwandelt. Das hat seine ältere Schwester, Mariele Diekhof, zum Märchen »Holterdipolter« inspiriert.

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Obwohl sich Mariele Diekhof ihren Traum in Berlin verwirklicht hat, bleibt sie ihrer Heimat Schloß Holte treu. Die Schwester des Bürgermeisters Hubert Erichlandwehr hat jetzt ein Märchen geschrieben, in dem das Schloss und ihr kleiner Bruder eine Rolle spielen.

Mariele Diekhof.

»Holterdipolter – der Zauberer aus dem Holter Wald« hat Schloß Holte zum Thema. Hier lebt der Zauberer mit Namen Holterdipolter, der einmal im Jahr alle 26.706 Bewohner ins Schloss einlädt, um dort zu zaubern. Dass der Bürgermeister dabei ist, versteht sich von selbst. Dieses Mal wird ein Zauberkuchen gebacken. Beim Backen kehrt sich das Untere nach oben – das kann nur Zauberei sein.

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Mir ist es wichtig, dass Kinder in der Kita verzaubert werden, damit sie voller Empathie in die Schule starten können.

Mariele Diekhof

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Mariele Diekhof (62) hat bereits 2004 mit »Gloria Victoria, das Zauberhuhn aus Liemke« am Literaturwettbewerb »Goldene Stadtfeder« teilgenommen und einen Preis erreicht. »Ich habe Freude daran, Geschichten zu schreiben. Ein Märchenbuch von mir ist mehrfach nachgedruckt worden und auch als Hörbuch auf CD aufgenommen worden. Mir ist es wichtig, dass Kinder in der Kita verzaubert werden, damit sie voller Empathie in die Schule starten können.« In der schnelllebigen Zeit fehlt es nach Mariele Diekhofs Ansicht an Freundlichkeit, Umgangsformen und Herzlichkeit. »In dieser Welt erden uns Märchen.«

Mit Rosengarten

Mariele Diekhof, in Liemke mit drei Geschwistern, Hühnern und Hund aufgewachsen, war Leiterin des Kindergartens in Leopoldshöhe-Greste und eines Kindergartens in Berlin. 2005 hat sie sich als Fortbilderin für Erzieher und Erzieherinnen selbstständig gemacht. Vor acht Jahren hat sie in Berlin ihre eigene Bildungsstätte eröffnet, die »Kitopia«. »Die Räume sehen aus wie ein kleines Schloss mit Kronleuchtern und Rosengarten. Pädagogen sollen bei Fortbildungen abtauchen in eine andere Welt und Inspiration sammeln.« In ihrem Roman »Kita Kitopia« leitet sie den Leser durch 24 Türen in eine Kindertagesstätte, die ihre Wunschvorstellung ist.

Märchen Holterdipolta

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Zurzeit schreibt sie an einem Märchen für Erwachsene. Ein Kind möchte Bundeskanzlerin werden und stellt ein Programm auf, wie die Welt zu retten ist. »Das möchte ich Frau Merkel mal auf den Tisch legen.« Außerdem sammelt sie seltsame Worte wie »Holterdipolter«. »Ich bin über die Holte gestolpert und dachte, Holterdipolter könnte ein Zauberer sein.«

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