Classic-Camping-Freunde auf dem Campingplatz am Furlbach
Nostalgie, Kult und Geselligkeit

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das Geschirr, die Stühle, die Kühlbox und annähernd die gesamte Innenausstattung – alles ist im Retro-Look, alles stilecht im Orange der 60er- und 70er-Jahre und fast alles Original. »Dat muss so«, sagt Uli Klee aus Iserlohn.

Donnerstag, 19.09.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 19.09.2019, 10:50 Uhr
Sie wissen was Kult ist und lieben das Campen: Mit anderen Gleichgesinnten vereint Claudia und Uli Klee die Geselligkeit beim Treffen der Classic-Camping-Freunde am Wochenende auf dem Campingplatz am Furlbach. Foto: Manuela Fortmeier
Sie wissen was Kult ist und lieben das Campen: Mit anderen Gleichgesinnten vereint Claudia und Uli Klee die Geselligkeit beim Treffen der Classic-Camping-Freunde am Wochenende auf dem Campingplatz am Furlbach. Foto: Manuela Fortmeier

Über Jahre haben er und seine Frau Claudia diese Dinge auf Flohmärkten, durch das Internet, oder bei Haushaltsauflösungen zusammen getragen. Mit 29 weiteren Gespannen hat sich das Paar mit den Classic-Camping-Freunden auf dem Campingplatz am Furlbach getroffen, an der Anhängerkupplung den Wohnwagen »Eriba Pan«, Baujahr 1974. Hundedame »Amy« ist auch dabei.

»Wir stammen beide aus Camper-Familien, haben schon als Kinder ohne Luxus, aber inmitten der Natur und an der frischen Luft Urlaub gemacht«, sagt Uli Klee. Bewusst verzichtet das Paar, wenn es mit dem Gespann in seiner Freizeit oder während der Urlaubsreisen im Wohnwagen unterwegs ist, auf moderne Technik oder Gerätschaften. Nur das Handy bildet die Ausnahme, um für die Familie erreichbar zu sein.

Gemütlich den Tag zu verbringen

Zum wiederholten Male sind die Classic-Camping-Freunde auf dem Campingplatz am Furlbach zu Gast. »Klassische Wohnwagen, Zelte, Zugfahrzeuge, dazu passendes Campingzubehör sowie Literatur sind unsere gemeinsame Leidenschaft«, sagen die Camper.

Gemütlich den Tag zu verbringen, »der gesellige Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten, die man bei solchen Begegnungen immer wieder trifft«, das sei es, was solche Treffen ausmacht.

»Wir sind früher gekommen und bleiben länger, weil es hier so schön ist«, sagen Carsten Jobst und Herbert Brune und stoßen mit einem »Holz-Kruiden«, einem norddeutschen Kräuterbitter an. Schon 1978 hätten sie den »idyllischen Campingplatz« für sich entdeckt. Mit dem wohl ältesten Gefährt bei diesem Treffen kann vermutlich Rolf Brünger aufwarten. Mit Karl Heinz Lienesch genießt er die Abendsonne. Immer wieder zieht Brüngers »Hartmann Falter II« aus dem Jahr 1955 die Blicke auf sich. »Dieses Modell war das erste, bei dem der Hersteller sich darin versucht hat, teilweise Kunststoff einzusetzen.« Zuvor sei immer nur Holz zum Einsatz gekommen, sagt Brünger.

Die Freude an alten Dingen

Richtig stolz ist Mark Guzisch aus Bad Salzuflen auf seinen Wohnwagen. Silberblau glänzt sein »Nagetusch«, Baujahr 1972, in der Sonne. »Dass dieser Wohnwagen auch vorne Glasfenster hat, ist etwas Besonderes. Davon gibt es nur noch wenige.« Mit seiner Frau Sabrina und den Freunden Silvia und Christian ist er angereist. »Man lernt immer viele nette Menschen und neue Gruppen kennen.«

Ganz begeistert ist Campingplatzinhaberin Annette Auster-Müller. »Ich freue mich jedes Mal, wenn solche Gruppen ihre Treffen bei uns ausrichten, weil sie auch eine Bereicherung für die anderen Camper sind. Und wenn sie dann wiederkommen, zeigt es, dass es ihnen bei uns gut gefallen hat.«

»Wir erhalten uns die Freude an alten Dingen aufrecht«, sagt Dirk Upmeier. Zusammen mit Heike Kober genießt er das Wochenende in seinem Quek Junior, Baujahr 1986. Zugfahrzeug ist dieses Mal allerdings nicht die »Ente« sondern ein Trabbi, der wie viele andere Zugfahrzeuge für eine bestimmte Kultur und Nostalgie steht.

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