Alltagsmenschen definiert: alle fünf Ortsteile ergeben eine Stadt mit Charakter
Fröhlich, dankbar, modern und tolerant

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die fünf Stadtteile haben sich verständigt. Für das Kunstprojekt »Alltagsmenschen« zum 50-jährigen Bestehen der Stadt im Jahr 2020 wird der Künstlerin Christel Lechner die Vorstellung der Gemeinschaften aus den Stadtteilen übermittelt.

Donnerstag, 10.10.2019, 06:00 Uhr
Die Alltagsmenschen von Christel Lechner sind sympathisch. Foto: Wolfgang Wotke
Die Alltagsmenschen von Christel Lechner sind sympathisch. Foto: Wolfgang Wotke

Wie berichtet, sollen fünf Alltagsmenschen in der Nähe des Rathauses zu einer Gruppe aufgestellt werden. Sie sollen das Besondere des Stadtteils, aber auch den Charakter der Stadt zeigen. »Typisch Liemke« ist das Erntedankfest mit Umzug. In der Dorfwerkstatt herrscht Einigkeit: Bauer oder Bäuerin mit Korb voller Feldfrüchte oder Saatgut ist der Liemker Alltagsmensch. Ebenso einig ist sich die Ortsgemeinschaft Schloß Holte. Pollhans kennt jeder, den Pollhansbürgermeister vielleicht nicht, aber ein Mann mit Spazierstock, an dem viele bunte Luftballons hängen, das ist Schloß Holte.

Keckes Mädchen mit Selfie

Die Ortsgemeinschaft Stukenbrock hat die Theatertanten der katholischen Frauengemeinschaft und andere Gruppen an einen Tisch geholt. Auch hier herrschte schnell Einigkeit. Eine Frau im Karnevalskostüm soll es sein. Sie soll einen Bollerwagen ziehen, in dem ein kleiner weißer Löwe sitzt.

Diese drei Stadtteile definieren sich über die Feste, die dort gefeiert werden und viele Besucher von außerhalb anziehen.

Stukenbrock-Senne hat ebenfalls seine Vorstellungen. Als Stadtteil, der sich dem sanften Tourismus verschrieben hat und mit Ems-Erlebniswelt, Emsquellen und Furlbachtal punkten kann, die Senne mit ihren ausgedehnten Heideflächen und das Naturschutzgebiet Moosheide vor der Tür, will den Wandertourismus jung, peppig und modern in einer Figur geeint haben. »Ein junges Mädchen, kess mit Pferdeschwanz und Senner-Pferde-Tattoo am Bein, in Wandershorts und Karte als Hinweis zur Ems, witzig mit einem Handy, die von sich ein Selfie macht«, sagt Ortsheimaltpfleger Ludwig Teichmann für den Verein »Unser Dorf Stukenbrock-Senne«.

Vereine eingebunden

»Uns eint nicht die Bäuerlichkeit«, nimmt Susanne Mewes, stellvertretende Vorsitzende des Heidevereins Sende, Bezug auf die »Aspekte der Woche« in der WESTFALEN-BLATT-Ausgabe vom 5. Oktober. »Uns eint die Toleranz«, sagt sie. Der Heideverein habe sich mit Vertretern der anderen Vereine in Sende zusammengesetzt. Als charakteristische Figur soll eine Frau dargestellt werden, die ein dunkelhäutiges Kind auf dem Schoß hat. Die Frau trägt ein modernes Trachtenjäckchen (Heideverein) und lilafarbene Turnschuhe mit Sternchen (Sportverein und Laufspaß SW Sende). Das Kind trägt ein grünes T-Shirt (Katholische Landjugend-Bewegung Sende) und hat ein Spielzeug mit dem Emblem der TG Sende in der Hand. »Toleranz und Willkommen steht für die Zukunft dieser ganzen Stadt«, sagt Susanne Mewes.

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