Stadtrat beschließt einstimmig gemeinsamen Antrag zum Klimaschutz
»Wir haben Extreme zusammengeholt«

Schloß Holte-Stukenbrock (bs). Nach dem Energie- und Umweltausschuss hat der Stadtrat den gemeinsamen Antrag aller Fraktionen und des Jugendparlamentes zum »innovativen und nachhaltigen Klimaschutz« einstimmig beschlossen.

Donnerstag, 21.11.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 21.11.2019, 10:50 Uhr
Im Juli sind die Mitglieder des Jugendparlaments und weitere Schüler vor das Rathaus gezogen. Jetzt hat der Rat einen einstimmigen Beschluss zum Klimaschutz gefasst. Foto: Monika Schönfeld
Im Juli sind die Mitglieder des Jugendparlaments und weitere Schüler vor das Rathaus gezogen. Jetzt hat der Rat einen einstimmigen Beschluss zum Klimaschutz gefasst. Foto: Monika Schönfeld

Unterschiedliche Auffassungen bleiben trotz des unterzeichneten Antrags bestehen: »Mir fehlt der Notstand«, sagte Heike Boeckhaus (Grüne). »Der gemeinsame Beschluss und die breite Akzeptanz sind ein guter Weg«, erklärte Christian Hayk (CDU). Er lobte Reinhard Tölke (Grüne) ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit. Es sei aber auch klar: »Umweltschutz gibt es nicht zum Nulltarif.«

Thorsten Baumgart (FDP) lobte den Beschlusstext. »Ich finde gut, dass Klimanotstand nicht drin steht.« Bei sechs Antragstellern sei es eben ein Kompromiss, um den hart gerungen wurde. »Wir haben jetzt den Anspruch, den Beschluss mit Leben zu füllen.«

Bruno Reinke (Grüne) sagte: »Ich persönlich habe Schwierigkeiten damit, dass der Klimanotstand nicht abgebildet wird.« Ein großer Aufgabenkatalog sei aber jetzt mit Inhalten zu füllen.

»Notstand ist in Venedig«

Marion Herzog (SPD) stellte den Kompromiss in den Vordergrund und Martin Wildemann (CSB) warnte: »Wir haben Extreme zusammengeholt. Wenn sich in der Mitte getroffen wird, hat das meist Positives gebracht. Das dürfen wir nicht kaputt machen.« Er wolle den Begriff Wortklauberei in diesem Zusammenhang nicht mehr hören. Man müsse auf Begriffe aber achten. »Notstand ist in Venedig«, sagte er.

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr sah durch den gemeinsamen Beschluss den Klimaschutz als Sieger. »Jetzt geht es los.« Es sei eine Basis, an der man sich orientieren könne.

In die Klimaschutzanstrengungen sollen die Bürger im Rahmen von Projekten und Öffentlichkeitsarbeit mitgenommen, einbezogen und darüber informiert werden, was jede und jeder Einzelne durch Änderung des eigenen Verhaltens beisteuern kann, heißt es im Beschluss. Festgelegt wurde ebenso, dass die Verwaltung über den Fortschritt der lokalen Klimaschutzmaßnahmen einmal jährlich in einer Sondersitzung des Energie- und Umweltausschusses informiert.

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