Fr., 22.11.2019

Stadt will noch eine Option prüfen – Flüchtlingshilfe sitzt auf heißen Kohlen Buschkrug: Entscheidung vertagt

Was wird aus dem Buschkrug?

Was wird aus dem Buschkrug?

Von Matthias Kleemann

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Eine Entscheidung über die künftige Nutzung des Buschkrugs fällt voraussichtlich im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 3. Dezember. Der Familien-, Demografie- und Integrationsausschuss hat während seiner Sitzung am Mittwochabend einen endgültigen Beschluss verschoben.

Der Grund dafür ist ein neuer Aspekt, über den der Ausschuss im nicht öffentlichen Teil der Sitzung informiert werden sollte. Christiane Vornholt, Leiterin des Fachbereichs Soziales, wies darauf hin, dass es »eine Begehrlichkeit« bezüglich der Nutzung der ehemaligen Gaststätte gebe, über die der Ausschuss zunächst noch informiert werden soll.

Mitglieder der Flüchtlingshilfe, die auf den Zuschauerbänken die Sitzung verfolgten, reagierten später verärgert. Die Flüchtlingshilfe ist ein potenzieller Nutzer des Buschkrugs, da ihr jetziges Domizil, das Second-Hand-Kaufhaus La Mina, im März kommenden Jahres schließt. »Dem Verein läuft die Zeit davon«, sagte Gerhard Blumenthal (FDP). Christiane Vornholt hatte zunächst vorgeschlagen, eine Entscheidung sogar bis Januar zu verschieben, wenn der Familienausschuss das nächste Mal tagt.

Flüchtlingshilfe unzufrieden

Martin Wildemann (CSB) schlug vor, einen Beschluss oder ein Statement abzugeben, dass der Flüchtlingshilfe Planungssicherheit gibt, indem man ihr zusichert, dass sie am 1. April kommenden Jahres auf jeden Fall irgendwo unterkommt. Dem folgten die anderen Ausschussmitlieder aber nicht. Stattdessen äußerte die CDU-Fraktion noch den Wunsch, die Räume einmal besichtigen zu dürfen.

Unzufrieden ist man bei der Flüchtlingshilfe auch über die möglicherweise geplante Raumaufteilung. Auch darauf wies Gerhard Blumenthal hin. Wenn der Verein nur zwei Räume in der ehemaligen Gaststätte bekommt, würde er sich sehr verschlechtern. Christiane Vornholt sagte, dass die Mitnutzung der übrigen Räume nach einem Belegungsplan durchaus möglich sein solle.

Bedarf haben außerdem der Männerchor Schloß Holte und der Frauenchor LadyDur angemeldet. Auch die Kreismusikschule hätte Interesse, einmal wöchentlich in einem der Räume Musikunterricht zu geben. Volkshochschule und Kreisfamilienzentrum haben keinen dringenden Bedarf. Eine Gebäudebegehung mit einem Architekten habe Sanierungskosten von 60.000 Euro ergeben. Der Keller könne nicht genutzt werden, die Elektrik müsse erneuert und ein Notausgang geschaffen werden.

Geld für die Flüchtlingshilfe

Der Ausschuss hat außerdem einen Beschluss über die künftige Finanzierung der Flüchtlingshilfe gefasst, nachdem das Erzbistum Paderborn seine bisherige finanzielle Unterstützung gestrichen hat. Die Stadt zahlt einen Mietzuschuss oder stellt entsprechende Räume mietfrei zur Verfügung. Ferner übernimmt die Stadt eine Veranstaltungsversicherung und zahlt einen Zuschuss zur Arbeit der Flüchtlingshilfe in Höhe von 8000 Euro. Beantragt waren 12.000 Euro.,

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