Di., 03.12.2019

Töchter und Enkel von Norbert Lüke zu Gast in Stukenbrock Kanadier auf Spurensuche

Kanadier auf den Spuren ihrer Vorfahren in Stukenbrock: Norbert Lükes Enkel Jacob, sein Bruder Helmut, dessen Enkelinnen Steffi und Diggi Justus, Theo Peters und die Töchter von Norbert, Theresa und Bonnie haben sich in der Tor Deele getroffen.

Kanadier auf den Spuren ihrer Vorfahren in Stukenbrock: Norbert Lükes Enkel Jacob, sein Bruder Helmut, dessen Enkelinnen Steffi und Diggi Justus, Theo Peters und die Töchter von Norbert, Theresa und Bonnie haben sich in der Tor Deele getroffen. Foto: Ellermann

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Theo Peters, selbst Stukenbrocker Urgestein, hat sich die Fotoalben der Familie Lüke geben lassen. In der Tor Deele, die ihm gehört (verpachtet), hat er jetzt zufällig Hermann Lüke getroffen, als er mit seinen Nichten gemütlich zusammen saß. Die Töchter seines Bruders Norbert waren nach Deutschland gekommen, um sich auf die Spuren ihrer Familie zu begeben.

Die ehemalige „Arche“, Elternhaus von Norbert Lüke.

„Norbert Lüke selbst ist dieses Mal nicht mitgekommen“, berichtet Theo Peters. Für den 88-Jährigen sei die Reise zu beschwerlich geworden. Norbert Lüke, so weiß Theo Peters noch aus seiner Jugend, ist in der „Arche“ am Ölbach aufgewachsen. Der Hof stand am Ölbach in Höhe des heutigen Ehrenmals auf der anderen Seite des Bachs. „Dort kauften die Stukenbrocker ihre Frischmilch, Butter, Eier und Sahne“, berichtet Peters. Norberts älterer Bruder Helmut lebt heute noch in Stukenbrock.

1952 ausgewandert

Norbert Lüke hat bei Laustroer in der Holte Tischler gelernt und später bei Brüntrup in Oerlinghausen gearbeitet. „Er war sportlich, hat bei Leichtathletikwettkämpfen mitgemacht und gehörte 1949 zu den Gründungsmitgliedern des DRK Stukenbrock“, weiß Peters.

1952 ist Norbert Lüke nach Kanada ausgewandert. In dem Land der weiten Wälder war er mit seinem Beruf richtig. Er hat dort auch geheiratet. Zunächst lebte er in Winnipeg, jetzt in Forrest Grove in British Columbia. Seine Töchter leben auf Victoria Island vor Vancouver am Pazifik.

Norbert Lüke war 1960 noch mal für ein Jahr nach Stukenbrock gekommen. „Das Leben hier entsprach schon nicht mehr seiner Lebensart“, sagt Peters. Norberts Mutter Anna Lüke hat in Stukenbrock ein Milchgeschäft an der Ottenheide betrieben, das dem strukturellen Wandel zum Opfer gefallen ist. „Mit 80 Jahren hat sie aber noch einen Besuch in Kanada gemacht“, erzählt Theo Peters. Anna Lüke sei eine Schwester des FC-Ehrenpräsidenten Johannes Mersch gewesen.

Ein Bild aus vergangenen Tagen aus dem Familienalbum der Lükes: links der Auswanderer Norbert Lüke neben seinem Bruder Helmut.

Treff in der Tor Deele

Norbert Lüke hat im Jahr 2003 mit seinen Töchtern Theresa und Bonnie schon einmal Stukenbrock besucht. Jetzt waren die Töchter mit Norberts Enkel Jacob erneut da, allerdings ohne Vater. „Sie haben ihren Onkel Helmut besucht, der mit 91 Jahren immer noch gut drauf ist.“

Allerdings waren die Kanadier, die nur noch Englisch sprechen, in ganz Deutschland unterwegs, um die Kultur ihrer Vorfahren und einige Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Und beim Besuch des Onkels gingen sie auch in die Tor Deele, wo sie auf den Nachbarn Theo Peters trafen.

Kommentare

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7106237?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516080%2F