Fr., 17.01.2020

Bulle „Willi“ tobt im Dortmunder Zoo, wo einst auch ein heute in OWL beheimateter Artgenosse lebte Kleines Breitmaulnashorn auf Entdeckungstour

Der kleine Nashornbulle „Willi“ tobt mit seiner Mutter „Shakina“ durch sein Freigehege. Der Zoo Dortmund ist einer von bundesweit nur sechs Zoos, denen bislang die Nachzucht eines Breitmaulnashorns gelungen ist. Obwohl das Breitmaulnashorn die häufigste gehaltene Nashornart in deutschen Zoos ist, ist die Geburt etwas ganz Besonderes und mit viel Aufwand verbunden.

Der kleine Nashornbulle „Willi“ tobt mit seiner Mutter „Shakina“ durch sein Freigehege. Der Zoo Dortmund ist einer von bundesweit nur sechs Zoos, denen bislang die Nachzucht eines Breitmaulnashorns gelungen ist. Obwohl das Breitmaulnashorn die häufigste gehaltene Nashornart in deutschen Zoos ist, ist die Geburt etwas ganz Besonderes und mit viel Aufwand verbunden. Foto: dpa

Dortmund/Schloß Holte Stukenbrock (WB/cbr/dpa). Erstmals vor Publikum präsentierte sich am Freitag im Dortmunder Zoo Breitmaulnashorn Willi. Zusammen mit seiner Mutter Shakina tollte der am 8. Januar geborene kleine Bulle auf der Außenanlage herum, wo einst auch ein heute in Ostwestfalen-Lippe beheimatetes Nashorn unterwegs war.

Der 50 Jahre alte Nashornbulle „Snoopy“ ist das letzte Exemplar seiner Art im Safariland Stukenbrock. Seit 2010 ist er in OWL. „Der Zoo in Dortmund hat ihn uns damals abgegeben, weil die Mädels ihn im dortigen Gehege immer gemobbt haben“, verrät verrät Jeanette Wurms (43), Mitgesellschafterin des Safarilands und gelernte Tierpflegerin.

„Snoopy“ ist trotz seiner 50 Jahre topfit

Zwar befindet sich „Snoopy“ längst im rüstigen Rentenalter (Wurms: „Sein Alter entspricht über 100 Menschenjahren“), dennoch sei er immer noch topfit. Sollte „Snoopy“ eines Tages nicht mehr da sein, könnte es eventuell eine weitere Kooperation zwischen dem Dortmunder Zoo und dem Safariland in OWL geben. „Das wäre durchaus vorstellbar, aber noch genießen wir jeden Tag mit ihm“, verrät Jeanette Wurms.

Nach einem langjährigen Tierpfleger benannt

Derweil tobte am Freitag in Dortmund Nashorn Willi mit Mutter Shakina und bewegte sich dabei deutlich leichtfüßiger als das erwachsene Tier. Bislang konnten Zoo-Besucher das Tier nur über einen Monitor bestaunen, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Willi ist benannt nach dem langjährigen Tierpfleger Wilfried Eichel, der nach über 40 Jahren als Huftierpfleger 2020 in den Ruhestand gehen wird.

„Willi“ wog kurz nach der Geburt schon 50 Kilogramm

Kurz nach seiner Geburt war Willi bereits 50 Kilogramm schwer. Mutter Shakina brachte Anfang des Jahres nach 16 Monaten Trächtigkeit dem Dortmunder Zoo bereits den zweiten Nachwuchs. Die heute 14-Jährige hatte 2014 Tochter Abebi großgezogen. Willi und seine Schwester treffen aber nicht aufeinander. Sie lebt im Zoo Kerkrade in den Niederlanden. Die besonders große Nashornart ist sehr selten und lebt in freier Wildbahn in Afrika.

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