Mobiler Blitzer steht auf dem Parkstreifen – nach langem Einsatz in Halle nun auf Wanderschaft
„Nico“ zu Gast an der Oerlinghauser Straße

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ms). Elf Monate lang hat „Nico“ seinen Dienst an der Theenhauser Straße in Halle getan, um den Lärmschutz zu gewährleisten, als die Autobahn noch nicht durchgebaut war. Jetzt hat er seinen nächsten Einsatzort in Schloß Holte-Stukenbrock an der Oerlinghauser Straße gefunden.

Dienstag, 04.02.2020, 07:00 Uhr
Die mobile Blitzer-Anlage mit Namen „Nico“ hat jetzt an der Oerlinghauser Straße Station gemacht. Foto: Monika Schönfeld
Die mobile Blitzer-Anlage mit Namen „Nico“ hat jetzt an der Oerlinghauser Straße Station gemacht. Foto: Monika Schönfeld

„Nico“ ist der mobile Blitzer des Kreises Gütersloh. Sein elfmonatiger Einsatz in Halle war äußerst erfolgreich. 41.693 Verstöße gegen das dort angeordnete Tempolimit von 50 km/h hat Nico aufgenommen. Vor und nach dem 16. November 2019 stand er an diversen Standorten für einige Tage, zum Beispiel in Verl an der Paderborner Straße, wo er in einer Woche allein 2149 Verstöße registriert hat. Im Jahr 2019 hat Nico 43.233 Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung gemessen, an stationären Anlagen waren es kreisweit 35.634 und mit anderen mobilen Anlagen 50.452 Verstöße.

Wie der Sprecher des Kreises Gütersloh, Jan Focken, auf Anfrage mitteilt, blitzt Nico durchschnittlich 130 Temposünder am Tag. Nach der Freigabe der A33 hat er keinen festen Standort, sondern wird bedarfsgerecht dort eingesetzt, wo dies aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich ist.

Am Ortseingang an der Oerlinghauser Straße stand jahrelang eine stationäre Anlage. Die ist im Zuge des Baus einer Ampel an der Einmündung der Falkenstraße abgebaut worden. Seitdem ist das dort kein Unfallschwerpunkt mehr, sagt Pascal Lideck, in der Stadtverwaltung für Verkehrsangelegenheiten zuständig. Warum der Kreis für die mobile Anlage diesen Standort gewählt habe, könne er nicht sagen.

Wie beim „Blitzer Bernd“ in Bielefeld ist auch Nico schon beschädigt worden. Rote Farbe um die Kamerafenster zeugen davon. „Diese Fälle von Sachbeschädigung wurden konsequent zur Anzeige gebracht“, sagt Jan Focken. Nico weiß sich selbst zu schützen. Eine eingebaute Alarmanlage wird ausgelöst, wenn Unbefugte versuchen, das Gerät zu bewegen oder es beschädigen.

Der Einsatz weiterer Blitzanlagen wie „Nico“ im Kreis Gütersloh sei zurzeit nicht geplant, sagt Jan Focken. Bis Ende des Jahres war Nico an verschiedenen Standorten eingesetzt.

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