Ausbauarbeiten fürs schnelle Internet starten in Stukenbrock – in einem Jahr fertig
Die ganze Stadt eine Baustelle

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Nach und nach werden alle Bürgersteige in der Stadt aufgerissen, um in 40 bis 60 Zentimetern Tiefe Zuleitungsrohre zu verlegen: Beginn des Ausbaus des Glasfasernetzes fürs schnelle Internet ist in Stukenbrock. An der Holter Straße und an der Straße In den Kämpen waren am Mittwoch die ersten Kolonnen des Generalunternehmers Wayss und Freytag aus Frankfurt am Main am Werk. Während die schon mehrere Gehwege freigelegt und unter der Alfred-Delp-Straße die Leitung durchgetrieben hatten, griffen die Verantwortlichen zum sauberen, blauen Spaten, um den symbolischen ersten Spatenstich zu tun.

Mittwoch, 19.02.2020, 20:00 Uhr
Seit Mittwoch werden die Zuleitungsrohre für die Glasfaser in den Straßen Stukenbrocks verlegt. Hier treiben die Arbeiter das Leerrohr unter der Fahrbahn des Alfred-Delp-Weges hindurch. Später wird die Glasfaser eingeblasen. Foto: Monika Schönfeld
Seit Mittwoch werden die Zuleitungsrohre für die Glasfaser in den Straßen Stukenbrocks verlegt. Hier treiben die Arbeiter das Leerrohr unter der Fahrbahn des Alfred-Delp-Weges hindurch. Später wird die Glasfaser eingeblasen. Foto: Monika Schönfeld
Symbolischer Spatenstich: (von links) Achim Heße (Deutsche Glasfaser), Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Diplom-Ingenieur Thomas Schwanitz, Melanie Becker und Michael Ottenstroer (Tiefbau und Umwelt), Afrim Ala und Tjark Bernds (Bauleiter Wayss und Freytag) und Dimitri Rauser (Beschwerdemanager der Stadt).

Symbolischer Spatenstich: (von links) Achim Heße (Deutsche Glasfaser), Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Diplom-Ingenieur Thomas Schwanitz, Melanie Becker und Michael Ottenstroer (Tiefbau und Umwelt), Afrim Ala und Tjark Bernds (Bauleiter Wayss und Freytag) und Dimitri Rauser (Beschwerdemanager der Stadt). Foto: Monika Schönfeld

Insgesamt werden 3800 Haushalte angeschlossen. Zumindest theoretisch. 40 Prozent dieser Haushalte haben entsprechende Verträge unterschrieben. Für sie ist die Führung des Glasfasers bis zur Hauswand kostenlos, wer später dazukommt, muss den Anschluss bezahlen. „Wenn der Bagger kommt, ist es zu spät.“ Das sagt Achim Heße, Projektmanager Bau bei der Deutschen Glasfaser.

Bis Ende April sollen die Leerrohre in Stukenbrock liegen. Danach beginnt der Ausbau in Schloß Holte. Liemke und das Gebiet am Teutoburger Weg werden ab der zweiten und dritten Märzwoche parallel bearbeitet. 124 Kilometer Leitung werden so verlegt. Ende März 2021 soll alles fertig sein.

Verteiler ober- und unterirdisch

Die Straßenverteiler werden unterirdisch verlegt, das sind die so genannten „Distribution Points“. Oberirdisch werden neun garagengroße Pops gebaut (Point of Pressure), von denen aus die Lichtsignale in die Leitungen gesendet werden. Dann heißt es: „Es werde Licht.“ Zuvor wird in die zurzeit verlegten Leerrohre Glasfaser eingeblasen, die die Lichtsignale transportiert.

Wann welcher Gehweg aufgerissen wird, teilen die Bauarbeiter 72 Stunden vorher mit – jeder Anlieger bekommt ein Kärtchen in den Briefkasten, damit die Autos woanders geparkt werden.

„Beim ersten Kontakt mit der Deutschen Glasfaser 2017 war ich noch zurückhaltend“, erzählt Bürgermeister Hubert Erichlandwehr an der Baustelle an der Straße In den Kämpen. 2018 habe man zuerst über die Gewerbegebiete gesprochen. Ein anderer Trupp wird sich bald darum kümmern. Die Gewerbegebiete seien von den Privathaushalten überholt worden – über Monate war die Nachfrage gebündelt worden.

Kontrollmechnismen

Die Stadtverwaltung hat ein enges Kontrollnetz aufgebaut. In jedem Bautrupp muss mindestens einer Deutsch sprechen. Die Stadt hat das Ingenieurbüro für Verkehrswegebau von Thomas Schwanitz aus Paderborn engagiert, um die Arbeiten zu kontrollieren.

Zudem gibt es in der Stadtverwaltung mit Dimitri Rauser einen Beschwerdemanager, der für die Bürger ansprechbar ist, wenn die Baustellen in nicht zufrieden stellendem Zustand verlassen werden. Anrufer, die die städtische Nummer 8905567 wählen, werden aufs Handy weitergeschaltet, wenn Rauser unterwegs ist.

Für technische Fragen sind im Fachbereich Umwelt und Tiefbau Michael Ottenstroer und Melanie Becker zuständig (Telefon 8905230), die den Bauzeitenplan in enger Abstimmung mit den Bauleitern Afrim Ala und Tjark Bernds von Wayss und Freytag überwachen.

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