Monika Schultz aus Schloß Holte-Stukenbrock in den Ruhestand verabschiedet
Der Glaube gibt ihr die Kraft

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Durch die Hospiz-Ausbildung und ihre Arbeit ist Monika Schultz zum Glauben gekommen. „Daraus habe ich meine Kraft geschöpft. Sonst weiß man nicht, wohin mit dem Schmerz.“ Monika Schultz war 1996 die Gründerin der Diakoniestation in Schloß Holte-Stukenbrock. „Mit Respekt schauen wir auf ihre Leistungen. Sie ist die Seele der Station gewesen“, sagt die heutige Leiterin der Diakoniestation, Beate Niendorf.

Montag, 02.03.2020, 18:20 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 18:22 Uhr
Dank für die langjährige Arbeit seit Gründung der Diakoniestation: Beate Niendorf, seit 2011 Leiterin, Joachim und Monika Schultz, sowie die beiden evangelischen Pfarrer Dr. Carsten Glatt und Reinhard E. Bogdan. Foto: Monika Schönfeld
Dank für die langjährige Arbeit seit Gründung der Diakoniestation: Beate Niendorf, seit 2011 Leiterin, Joachim und Monika Schultz, sowie die beiden evangelischen Pfarrer Dr. Carsten Glatt und Reinhard E. Bogdan. Foto: Monika Schönfeld

30 Jahre lang hat Monika Schultz als Pflegefachkraft gearbeitet, anfangs bei der Caritas auf 450-D-Mark-Basis. Als dann Reinhard Bogdan auf sie zugekommen sei, um die Diakoniestation zu gründen, habe sie gewusst: „Ich gehöre eigentlich hier hin.“ Es begann mit einem kleinen Raum in der Friedenskirche, bevor das Haus an der Dechant-Brill-Straße bezogen werden konnte. Bis zum Umzug an die Holter Straße 2010 hat Monika Schultz die Diakoniestation geleitet. „Anfangs gab es eine Pauschale von der Krankenkasse. Das Berufsbild hat sich verändert. Aber wir machen trotzdem keine Abfertigung, wir machen Pflege mit Herz. Diese Philosophie tragen wir weiter“, sagen Schultz und Niendorf.

90 Klienten im Alter von vier bis 100 Jahren

Die Mitarbeiter der Station betreuen 90 Klienten im Alter von vier bis 100 Jahren. Ambulante Pflege wird nicht nur im Alter gebraucht, sondern auch nach Krankenhausaufenthalten, wenn Therapien weitergeführt, Infusionen gelegt, Wunden versorgt oder die Nachsorge bei einer Chemotherapie erfolgen muss. Sogar in Kindergärten und Schulen ist die Diakoniestation da, wenn Kinder zum Beispiel ein- bis zweimal Insulin spritzen müssen. „Wir ermöglichen den Menschen, dass das Leben so normal wie möglich weiterläuft.“ Dazu kommt auch die palliative Versorgung. „Den Menschen muss es ermöglicht werden, von zu Hause aus gehen zu können“, sagt Monika Schultz.

Demenzsprechstunde wird weitergeführt

Sie gehört auch zu den zurzeit sieben Ehrenamtlichen der ökumenischen Hospizgruppe, die Sterbende und ihre Angehörigen begleitet. Weiterführen wir die 65-Jährige auch die Demenzsprechstunde an jedem ersten Dienstag im Monat im Rathaus von 10 bis 12 Uhr. „Die Sprechstunde ist offen für alle, die einen Rat brauchen oder die Bestätigung dafür, dass das, was sie tun, richtig ist.“ Die Beratung ist neutral und unabhängig davon, welchen Pflegedienst man gebucht hat.

Ebenfalls ehrenamtlich ist die Aktion „Atempause“, die Angehörige entlastet und jeden Dienstagnachmittag in der Friedenskirche stattfindet (nur nach Anmeldung).

30 Mitarbeiter im Schlieffenhof

Zur Diakonie gehört seit 2007 auch die stationäre Einrichtung Schlieffenhof, eine Pflegewohngemeinschaft mit 18 Menschen. Dort arbeiten 30 Mitarbeiter, im Servicecenter sind es 25. Aus der Zeit der Planung des Umbaus des Schlieffenhofes stammt auch eine Begebenheit, bei der Monika Schultz und Reinhard Bogdan immer noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der Architekt hatte eine gigantische Freitreppe geplant, die die Hälfte des Hauses beanspruchte – und das in einem Haus voller Pflegebedürftige. Der Architekt kam nicht zum Zuge. Mit dem Zuschnitt jetzt sind alle zufrieden.

Zum Glauben ist Monika Schultz über ihren Mann Joachim gekommen, der zehn Jahre lang Presbyter der evangelischen Kirche war und heute noch hilft, wo er kann. 

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