Di., 10.03.2020

„Bluesgericht“ und „Men in Field“ heizen bei Benefizkonzert ein Perfekter Abend für Fortuna

Gleich verschwindet Seppi, Gitarrist der lokalen Band „Men in Field“, ganz im künstlichen Nebel. Beim Benefizkonzert in der Niebel-Eventhalle geht die Post ab. Nach dem gelungenen Auftritt von „Bluesgericht“ heizen „Men in Field“ noch mehr ein.

Gleich verschwindet Seppi, Gitarrist der lokalen Band „Men in Field“, ganz im künstlichen Nebel. Beim Benefizkonzert in der Niebel-Eventhalle geht die Post ab. Nach dem gelungenen Auftritt von „Bluesgericht“ heizen „Men in Field“ noch mehr ein. Foto: Uwe Caspar

Von Uwe Caspar

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Vor der Niebel-Eventhalle steht eine Imbissbude für die hungrigen Besucher. Und auch in der Halle geht es um Wurst. „Ich hätte gern eine Bockwurst mit Kartoffelsalat“, singt Holger Diekmann, zugleich Gitarrist, zum krönenden Abschluss der einstündigen Performance der Drei-Mann-Band „Bluesgericht“. Ihr finaler Song: Eine flotte Version von Elvis Presleys Rockklassiker „Hound Dog“.

Das Blues-Trio mit dem Schloß Holter Urgestein Karl Snelting (60) an den Drums heizt beim Benefizkonzert für den karitativen Verein „Fortuna SHS“ den knapp 300 Besuchern, darunter zahlreiche junge Leute, gleich kräftig ein. Zunächst gibt sich der Bandchef noch skeptisch. „Blues ist nicht jedermanns Sache. Deshalb freuen wir uns über jeden, der hier bleibt“, sagt Diekmann schmunzelnd. Doch selbst diejenigen, die mit diesem Musikstil nicht viel anfangen können, sind angetan, zumal die die deutschen Texte der Lieder meistens witzig und ironisch sind, Dazu gehört auch der vorletzte Titel „Nimm den Müll mit“.

Und dann folgt der Hauptact: Die lokale Amateurband „Men in Field“, die seit zwölf Jahren besteht, begeistert das Publikum bis Mitternacht mit Pop-Hits aus den 80er- und 90er Jahren. Ganz stark Sängerin Anke Wolters. „Wir haben zehn neue Stücke mitgebracht“, verrät Schlagzeuger und Gründungsmitglied Dirk Pfeiffer, bevor er mit seinen Mitstreitern auf die Bühne klettert. Die beiden Bands musizieren ohne Gage in der Niebel-Eventhalle. „Wir unterstützen das Projekt sehr gern“, versichern Pfeiffer und Diekmann unisono.

Wilhelm Gunkel zeigt sich super zufrieden

Super zufrieden zeigt sich auch Wilhelm Gunkel, Vorsitzender der erst im September gegründeten „Fortuna“, er spricht von einem „perfekten Abend“. Mit dem Erlös soll unter anderem eine ältere, körperlich eingeschränkte Frau aus Schloß Holte-Stukenbrock unterstützt werden. „Wir springen immer dann ein, wenn es aus staatlichen und sozialen Töpfen keine Zuschüsse mehr gibt für behinderte Menschen “, erklärt Gunkel die Philosophie seines Vereins (inzwischen 44 Mitglieder), dem nur noch das amtliche Siegel seiner Gemeinnützigkeit fehlt. Die „Fortunen“ rechnen damit in Kürze. „Wenn die rechtliche Sache geklärt ist, können wir richtig loslegen“, freut sich Gunkel. Auch darüber, dass es wegen des Coronavirus keine Absage des Konzert gegeben hat. Der 64-Jährige räumt ein: „Wir hatten darüber nachgedacht.“ Der Unternehmer, der sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat, vergleicht den Verein Fortuna mit der Feuerwehr, die immer dann ausrückt, wenn’s brennt. Auf die Fortuna-Feuerwehr kommen bestimmt noch viele Einsätze zu.

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