Beim Thema Hundewiese gehen in Schloß Holte-Stukenbrock die Meinungen auseinander
Erziehung ist ein Problem

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Eine große freie Fläche und drumherum einen Zaun. Mehr braucht es nicht, um eine Hundewiese auszuweisen, auf der die Vierbeiner ohne Leine herumtollen können. Eine Anfrage einer Bürgerin liegt der Stadt bereits vor und wurde schon Anfang März dem Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. Gedacht ist an eine Fläche von etwa 3000 Quadratmetern. Aber braucht Schloß Holte-Stukenbrock überhaupt eine Hundewiese?

Mittwoch, 01.04.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 12:38 Uhr
Hunde, die unangeleint auf einer für sie ausgewiesenen Fläche miteinander herumtollen können – das ist die Idealvorstellung einer Hundewiese. Viele Halter würden sich diese auch für Schloß Holte-Stukenbrock wünschen, eine entsprechende Anfrage liegt dem Rat vor. Foto:
Hunde, die unangeleint auf einer für sie ausgewiesenen Fläche miteinander herumtollen können – das ist die Idealvorstellung einer Hundewiese. Viele Halter würden sich diese auch für Schloß Holte-Stukenbrock wünschen, eine entsprechende Anfrage liegt dem Rat vor.

Ja, sagt Sabine Schupp. „Es gibt diesbezüglich immer wieder Anfragen. Ich würde es daher begrüßen, wenn es eine Hundewiese gäbe. Damit wäre einigen Hundebesitzern geholfen und sie müssten nicht in Nachbarstädte ausweichen“, sagt die im Fachbereich Bürgerservice und Ordnung für diesen Bereich zuständige Sabine Schupp. Denn in der Stadt gelte für Hunde eine generelle Anleinpflicht. Im Wald könnten sie, mit Ausnahme der Brut- und Nistzeit, auch ohne Leine laufen. „Allerdings dürfen sie den Weg nicht nach rechts oder links verlassen und müssen daher ihrem Halter aufs Wort gehorchen. Die Realität sieht allerdings so aus, dass dem meist nicht so ist“, so Sabine Schupp.

Im Holter Wald gibt es immer wieder Probleme mit uneinsichtigen Hundehaltern.

Otmar Lüke

Das kann Otmar Lüke nur unterschreiben. „Im Holter Wald gibt es immer wieder Probleme mit uneinsichtigen Hundehaltern. Da sind meist auch Ansprachen zwecklos. Halter sollten ihre Hunde erziehen. Da gibt es genügend Angebote qualifizierter Trainer“, sagt der Stadt- und Naturparkführer sowie Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) im Kreis Paderborn. Bezüglich der Erschaffung einer Hundewiese vertritt er aber eine ganz andere Meinung.

„Grundsätzlich brauchen wir keine. Es gibt genügend Flächen, auf denen sich Hunde bewegen können, wenn auch an der Leine. Wo soll so eine Hundewiese hin und wie ist sie gesichert? Zudem gibt es unter den Tieren eine Hackordnung. Da kann es passieren, dass der Große den Kleinen beißt“, meint Otmar Lüke, der argumentiert: „Wer einen Hund hält, dem sollte ein Grundstück zur Verfügung stehen. Ich weiß nicht, ob es für das Tier ideal ist, wenn es in der Wohnung gehalten wird.“

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