Safariland Stukenbrock öffnet ab Freitag den Tierbereich unter Auflagen
Mit dem Auto durchs Tiergehege

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Es ist, als hätte „Spucki“ es gar nicht erwarten können. Ohne Scheu steckt das Lama neugierig den Kopf durchs Fahrerfenster ins Auto. Als erster Zoo- und Freizeitpark öffnet das Safariland Stukenbrock diesen Freitag mit einer Sondergenehmigung die „Autosafari Stukenbrock“. „Das sehen wir als ein Zeichen für Mut und Durchhaltevermögen, das wir in Corona-Zeiten an die Menschen senden wollen“, sagt Safariland-Chefin Elisabeth Wurms.

Donnerstag, 16.04.2020, 16:06 Uhr aktualisiert: 16.04.2020, 16:20 Uhr
Bei der Fahrt durch das Gehege der Löwen und Tiger bleiben die Fenster geschlossen, in der Steppe darf es geöffnet werden. Manche Tiere im Safariland lassen sich sogar streicheln. Foto: Schönfeld
Bei der Fahrt durch das Gehege der Löwen und Tiger bleiben die Fenster geschlossen, in der Steppe darf es geöffnet werden. Manche Tiere im Safariland lassen sich sogar streicheln. Foto: Schönfeld

Mit dem Auto durch das Safariland Stukenbrock

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„Wir haben ein Konzept für den Betrieb in Zusammenarbeit mit den Behörden und der Landespolitik in NRW erarbeitet und freuen uns, unter Auflagen öffnen zu dürfen. Unser gesamtes Team ist in den vergangenen Wochen zu Arbeitstieren mutiert, um das zu ermöglichen“, sagt der Zoologischer Leiter Markus Köchling.
Eigentlich wollte das Safariland Stukenbrock zu Beginn der Osterferien am 4. April nach fünfmonatiger Winterpause öffnen. „Uns hat die Corona-Krise nach der Winterpause wie eine zweite Eiszeit erwischt“, sagt Köchling. Allerdings ist Safariland-Geschäftsführerin Elisabeth Wurms mit ihrem Team aktiv geworden. „Das Konzept hat sich einmal mehr bewährt. So können wir unter ähnlichen Auflagen wie ein Autokino wieder für unsere Besucher da sein. Das ist bitter nötig. Nach der Winterpause sind unsere Kassen leer. Unsere Kreditrahmen sind ausgeschöpft, wir haben eine Verantwortung unseren Tieren und Mitarbeitern gegenüber. Mit einer Corona-Zoo-Krise hat keiner von uns gerechnet.“
Abstand halten gilt auch im Safaripark – zu den Löwen und Tigern in der Safari sowieso, aber auch zu Menschen. Deshalb ist die Zufahrt nur für maximal zwei Erwachsene (plus Kinder) aus einem Haushalt pro Auto gestattet. Die Ausweise sind an der Einfahrt der Safari bereitzuhalten. „Wir müssen das kontrollieren und das ist angesichts der Situation auch gut so“, sagt Köchling.

Aussteigen verboten

Das Aussteigen ist im gesamten Park nicht gestattet und auch der Freizeitparkbereich bleibt komplett geschlossen. „Viele kommen wegen unserer Tiere, die sie wie in einer richtigen Safari erleben können, ohne zwölf Stunden im Flieger zu sitzen.“
Die Autosafari kostet 20 Euro pro Auto, egal ob mit zwei Erwachsenen besetzt oder ob Kinder dabei sind. Die Tickets sind nur auf der Webseite www.safariland-stukenbrock.de erhältlich. Zu sehen sind 600 Tiere auf einem Gelände von 60 Hektar.
Voraussetzung für die Einfahrt ist das Online-Ticket, das ausgedruckt mit den Ausweisen mitzubringen ist. Barzahlung ist ausgeschlossen. Bus- und VIP-Safaris, den Freizeitpark mit Fahrgeschäften und Übernachtungen werden nicht angeboten.

Kattas

„Wir hatten im Tierbereich einiges vor dieses Jahr, wir wollten für die Kattas, die im rückwärtigen Bereich des Parks leben, ein Madagaskar-Lemuren-Reservat bauen. Die Planung steht, aber unsere Rücklagen sind aufgefressen“, sagt Köchling. Wer Teil des Lemuren-Reservats werden möchte, kann eine Baupatenschaft ab 300 Euro erwerben und somit den Bau der 2500 Quadratmeter großen Anlage unterstützen. Paten bekommen eine kostenlose VIP-Safari mit Tierinspektor Karl-Heinz Lesker.
Ab sofort hat das Safariland Stukenbrock von montags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, die letzte Einfahrt ist um 16 Uhr.

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