Zeichen der Verbundenheit abends um acht am Lippstädter Weg in Stukenbrock-Senne
Die Senne singt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Es begann damit, dass sich die Anlieger des Lippstädter Weges abends um 20 Uhr vor ihre Haustür stellten und Applaus spendeten – den Ärzten und Pflegern, die sich in Zeiten der Corona-Krise um Kranke kümmern. Dann hatte Monika Telle einen Beitrag gesehen, in dem die Bochumer „ihr“ Lied singen. „Das können wir doch auch“, waren sich die Nachbarn schnell einig. Schließlich hat Stukenbrock-Senne ein Lied, das die Schönheit des Stadtteils besingt.

Sonntag, 19.04.2020, 20:30 Uhr aktualisiert: 19.04.2020, 20:40 Uhr
Ob Jung oder Alt, ob allein, zu zweit oder als Familie: Jeden Abend treten die Anlieger des Lippstädter Weges vor die Haustür und singen das Lied des Senner Musikers Florian Erichsmeier „Stukenbrock-Senne, mein Glück“. Foto: Monika Schönfeld
Ob Jung oder Alt, ob allein, zu zweit oder als Familie: Jeden Abend treten die Anlieger des Lippstädter Weges vor die Haustür und singen das Lied des Senner Musikers Florian Erichsmeier „Stukenbrock-Senne, mein Glück“. Foto: Monika Schönfeld

Die Senne singt am Lippstädter Weg

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Text und Musik von „Stukenbrock-Senne, mein Glück“ stammen aus der Feder des Senners Florian Erichsmeier.  Er hatte das Lied 2017 komponiert , das bereits die Landesjury des Wettbewerbs „Unserer Dorf hat Zukunft“ überzeugt hat. Es hat sich zur Hymne in Stukenbrock-Senne entwickelt. „Stukenbrock-Senne, mein Glück! Du hast mich schon immer entzückt, du machst mich noch immer verrückt. Du hast mich niemals betrogen, du hast mich niemals verletzt, hast mich nicht einmal versetzt, darum bin ich hier.“ Und dort ist das: „Da wo die Ems entspringt, da wo man Lieder singt, da wo die Wimpel wehen, da wo die Fahnen stehen.“

Inzwischen sind alle Anlieger textsicher. Viele jedoch lauschen lieber den Klängen und schwingen dazu die Taschenlampe oder das Handylicht. Das ist symbolisch: Das Licht der Hoffnung strahlt im Dunkeln. Obwohl es zurzeit um 20 Uhr ja noch hell ist.

Die Fahnen aber wehen. Seit Ostern sind im ganzen Stadtteil die Schützenfahnen gehisst. Auch ein Zeichen der Verbundenheit. Denn am 1. Mai wäre eigentlich das Vogelschießen der St.-Achatius-Schützenbruderschaft gewesen, von 16. bis 18. Mai dann das Schützenfest. Abgesagt. „Wir fehlen uns. Uns fehlt die Gemeinschaft, auch das Gespräch mit dem Nachbarn“, sagen Monika Telle und Erwin Hunke, der jeden Abend das von Florian Erichsmeier gesungene Lied mit großem Lautsprecher abspielt und damit ganz gut die Straße beschallt. Seit vier Wochen singen die Anlieger des Lippstädter Weges. „Einmal war die Polizei da und hat kontrolliert, ob wir die Abstände einhalten. War aber alles in Ordnung“, sagen Erwin Hunke und seine Nachbarn Frank Dieckmann und Ortsheimatpfleger Ludwig Teichmann. Der holt zum Spaß gleich einen Zollstock und misst nach. Alles in Ordnung! Die geforderten zwei Meter Abstand zum Nachbarn werden tatsächlich eingehalten.

„Wir singen jeden Abend, bis wir uns wieder nahe kommen dürfen“, sagt Lena Neuwöhner. Und für die Familien ist das schon ein kleines Ritual geworden. Nach dem gemeinsamen Singen heißt es für die Kinder: Ab ins Bett!

 

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