Laufspaß Schwarz-Weiß Sende schickt bemalten Stein bis zur Mündung in die Nordsee
Ems-Sternchen auf erster Etappe

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Detlef Mersch hat am Sonntagmorgen an den Emsquellen die Laufschuhe geschnürt und beim „Ems-Sternchenlauf“ einen wahren Traumstart hingelegt. Dabei ist der Läufer mit einem lilafarbenen Stein an den Start gegangen und hat damit die erste Etappe einer langen Reise absolviert.

Dienstag, 28.04.2020, 05:00 Uhr
Das Team des Laufspaß SW Sende schickt das „Ems-Sternchen“ auf die Reise von der Quelle bis zur Mündung. Gespannt warten Stefanie Frenzel, Gerd Just, Eva Hassenewert, Detlef Mersch, Merle und Jörg Tews (von links) darauf, ob der Stein in Emden ankommt. Foto: Uschi Mickley
Das Team des Laufspaß SW Sende schickt das „Ems-Sternchen“ auf die Reise von der Quelle bis zur Mündung. Gespannt warten Stefanie Frenzel, Gerd Just, Eva Hassenewert, Detlef Mersch, Merle und Jörg Tews (von links) darauf, ob der Stein in Emden ankommt. Foto: Uschi Mickley

Es handelt sich dabei um eine außergewöhnliche Aktion, die sich die Abteilung Laufspaß im Sportverein Schwarz-Weiß Sende ausgedacht hat. Ziel ist es, das kunstvoll bemalte kokosnussgroße „Ems-Sternchen“ von Läufern entlang des Emsradweges tragen zu lassen. Jetzt ist das Organisations-Team ganz gespannt, ob der flache Stein tatsächlich in Emden ankommen wird. Ein ehrgeiziges Ziel, schließlich umfasst die gesamte Strecke von der Quelle bis zur Mündung nicht weniger als 371 Kilometer.

Gut sichtbar wird derweil die Vereins-Fahne am Startpunkt platziert. Im Quellgebiet von Stukenbrock-Senne, wo die Ems entspringt, blitzt die Sonne hinter den Bäumen hervor, eine angenehme Brise weht. Pünktlich um 11 Uhr fällt der Startschuss. Mit dem kleinen Kunstwerk in der Hand hebt Detlef Mersch die Füße und läuft los. Der 48-Jährige ist schon flott unterwegs, als ihm einige Ausflügler auf dem Holzsteg entgegen kommen. Sie machen schnell Platz, winken ihm zu und verfolgen gespannt, wie er seine Runde Richtung Hövelriege dreht. Noch 18 Kilometer liegen vor dem Startläufer, bis er die erste Etappe des Tages erreicht – das Steinhorster Becken in Delbrück. Dort angekommen, so hoffen die Aktiven, wird der Stein von anderen Läufern übernommen, die ihn etappenweise weiter bis zur Nordsee bringen.

Das Team verfolgt mit dem Laufvergnügen jedoch nicht nur sportliche Ziele. „Weil derzeit viele Sportveranstaltungen ausfallen, möchten wir andere motivieren, weiter zu laufen und ihre Freude am Sport aufrecht zu erhalten“, erklärt Jörg Tews. Der Abteilungsleiter des Laufspaß SW Sende bezieht sich dabei auch auf den Hermannslauf, der am Sonntag stattgefunden hätte, jedoch aufgrund der Corona-Krise abgesagt wurde. Wünschenswert, so Tews, sei es, wenn sich außerdem Kontakte zu Läufern aus anderen Vereinen ergeben würden.

Auf dem „Ems-Sternchen“ ist der Verlauf der Strecke an der Ems skizziert. Ein Barcode auf der Rückseite gibt Läufern Auskunft über die Aktion. Teilnehmer werden gebeten, Fotos von der jeweiligen Position des Steins zu posten.

Die Idee zum „Ems-Sternchenlauf“ ist aus der Aktion „Running Stones“ hervorgegangen, die parallel dazu organisiert worden war ( das WESTFALEN-BLATT berichtete am Montag, 20. April ). Die Läufer des Vereins sind fündig geworden und haben die ersten von 30 kleinen lila bemalten Steinen mit dem weißen Sternchen aufgesammelt und fotografiert. Das teilt Ideengeberin Stefanie Frenzel mit. Diese wurden zuvor vom Organisations-Team im Laufrevier des Vereins ausgelegt.

Infos im Internet: https://laufspass.swsende.de auf Facebook /EmsSternchen und Instagram #EmsSternchen.

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