Bürger sollen bei der Planung des interkommunalen Gewerbeparks Senne beteiligt und gehört werden
CDU will auf östlichen Teil verzichten

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Um den geplanten Gewerbepark Senne für die Anlieger in Stukenbrock-Senne akzeptabler zu gestalten, will die CDU das acht Hektar große Teilstück östlich der Landesstraße 756 aus der Planung herausnehmen und das Gebiet für Ein- und Mehrfamilienhäuser entwickeln.

Mittwoch, 13.05.2020, 05:00 Uhr
Das Plangebiet für den Gewerbepark Senne an der Landesstraße 756 (von oben nach unten) und am Lipp­städter Weg (von links nach rechts) mit einer Ampelkreuzung. Foto: Tischmann Loh
Das Plangebiet für den Gewerbepark Senne an der Landesstraße 756 (von oben nach unten) und am Lipp­städter Weg (von links nach rechts) mit einer Ampelkreuzung. Foto: Tischmann Loh

Das sagte CDU-Fraktionschef Lars Pankoke bei der Vorstellung des Planungsstandes am Montag im Stadtentwicklungsausschuss. Übrig bleiben dann 45 Hektar Fläche westlich der Landesstraße. Davon gehören bereits 33 Hektar der Stadt oder der Gewerbepark Senne GmbH.

Den Plan im Film erklärt

Dirk Tischmann vom Planungsbüro Tischmann Loh aus Rheda-Wiedenbrück hat den Plan vorgestellt. Da nur sechs Zuschauer im Ratssaal wegen des Abstandsgebots in der Corona-Zeit zugelassen waren, wurde sein Vortrag vom Marwin Gansauge und seinem Media-Team gefilmt wie auch die Fragen der Politiker dazu und die Antworten darauf. Der Film und die Power-Point-Präsentation des Planers sollen demnächst auf der Homepage der Stadt abrufbar sein, um eine möglichst große Information und Transparenz zu gewährleisten.

Werner Thorwesten, Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung, berichtete, dass der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 2017 erfolgt sei. Erschließung und Grunderwerb haben Zeit in Anspruch genommen, eine für Ende April geplante Bürgerversammlung konnte wegen des Kontaktverbots nicht stattfinden. Obwohl es sich um ein interkommunales Gewerbegebiet handelt, an dem auch Hövelhof und Augustdorf beteiligt sind, hat Schloß Holte-Stukenbrock die Planungshoheit. Die komplette Fläche, 53 Hektar, liegen ausschließlich auf Schloß Holte-Stukenbrocker Gebiet. Dirk Tischmann stellte vor, dass im kleineren östlichen Teil nur nicht störendes Gewerbe, etwa Handwerksbetriebe und Dienstleistungen und Betriebswohnungen wie in einem Mischgebiet zugelassen sind, großflächiges Gewerbe und teils Industrie mit Flächen zwischen zwei und zehn Hektar Größe gehört nach Westen.

Mit selbst fahrenden Bussen

Mit Straßen NRW ist ein Kreisverkehr der Landesstraße mit dem Lippstädter Weg nicht machbar. Eine Ampel soll den Verkehr am Knotenpunkt regeln, die Brücke über die Autobahn im weiteren Verlauf wird abgebunden für den Lkw-Verkehr. Am Knotenpunkt soll ein Parkhaus gebaut werden. Die Mitarbeiter könnten von dort aus mit selbst fahrenden Bussen oder E-Roller zu ihren Betrieben kommen. „Das können wir als Konzept vielleicht für das Stadtgebiet ausbauen“, meint Bürgermeister Hubert Erichlandwehr. Mit diesem Gewerbegebiet ergebe sich eventuell sogar wieder eine echte Chance für einen Radweg entlang der Paderborner Straße (Landesstraße), der als Alltagsradweg seit Jahren von der Stadt gefordert wird.

Dirk Tischmann berichtete, dass es gelte, verschiedene Konflikte zu bewältigen. Die bestehen mit dem Wohngebiet in Stukenbrock-Senne, dem Wohnen im Außenbereich, mit Naturschutz, durch Freiraumverbrauch, Flächenversiegelung und im Straßenverkehr. Für den Betrieb am Lippstädter Weg im östlichen Teil gelte Bestandsschutz, eine Erweiterungsfläche müsse eingeplant werden. Schutzansprüche haben die Anlieger in Bezug auf Lärm. „Das wird sauber und nachvollziehbar abgearbeitet“, sagte Tischmann für die weitere Planung zu.

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