Fleischermeister Leo Austermeier aus Stukenbrock-Senne verstorben
Das Schützenwesen prägte sein Leben

Schloß Holte-Stukenbrock (dh/um). Mit Leo Austermeier hat der Ortsteil Stukenbrock-Senne einen echten Ureinwohner verloren. Der in seinem Heimatort als Senior-Chef der Fleischerei Austermeier bekannte und bei der St. Achatius Schützenbruderschaft hoch angesehene Leo Austermeier verstarb am vergangenen Mittwochnachmittag im Alter von 81 Jahren. Die Beisetzung findet am Mittwoch, 3. Juni, um 14.30 Uhr im engsten Familienkreis auf dem Friedhof St. Achatius in Stukenbrock-Senne statt.

Freitag, 22.05.2020, 20:00 Uhr
So kannte man Leo Austermeier: In seiner Fleischerei, gemeinsam mit Ehefrau Luise und Tochter Katja. Foto: Monika Schönfeld
So kannte man Leo Austermeier: In seiner Fleischerei, gemeinsam mit Ehefrau Luise und Tochter Katja. Foto: Monika Schönfeld

In seinem Heimatort war er bekannt, engagiert und fest verwurzelt. Die Sakramente der Taufe, der Erstkommunion und der Firmung erhielt er von Pastor Anton Bangen in der St.-Achatius-Kirche. Der Geistliche erteilte auch den kirchlichen Segen, als Leo Austermeier 1968 mit seiner Ehefrau Luise vor den Traualtar trat.

Fleischerhandwerk war für ihn eine Berufung

Das Fleischerhandwerk war für ihn nicht nur Beruf, vielmehr eine Berufung. In die Lehre ging er bei der Fleischerei Epping in Hövelhof. Er schaffte seine Meisterprüfung und eröffnete 1968 die Fleischerei an der Senner Straße in Stukenbrock-Senne. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Luise stellte er hochwertige Fleischwaren her. Über Jahrzehnte führte er den Betrieb, den er nach und nach ausbaute, 2018 wurde das 50-Jährige Bestehen gefeiert. Erholung fand er in seinem Ferienhaus in Fürstenberg. Nun setzt Tochter Katja die Familientradition fort.

Leo Austermeier hatte sich mit Leib und Seele dem Senner Schützenwesen verschrieben. „Der Verein war von Anfang an eine Herzensangelegenheit“, sagte er anlässlich seines 80. Geburtstags im April 2019.

Mitbegründer der Schießabteilung

Er war Mitbegründer der Schießabteilung und trat 1956 bereits mit 16 Jahren in die St.-Achatius-Schützenbruderschaft ein. Mit einigen anderen zeichnete er sich 1964 als Gründungsmitglied der Schießgruppe aus. 1979 errang Leo Austermeier die Würde des Königs in der Bruderschaft. 1972 wurde er zum 2. Brudermeister gewählt, dieses Amt führte er bis 1997 für 25 Jahre aus, bevor er einstimmig zum Brudermeister gewählt wurde. 2003 legte er sein Amt nach 31 Jahren Vorstandsarbeit nieder und erhielt die Würde des Ehrenbrudermeister.

In dieser Zeit erhielt er aufgrund seiner herausragenden Verdienste um die Bruderschaft 1975 das Silberne Verdienstkreuz, 1980 den hohen Bruderschaftsorden und 1996 das Sebastianus Ehrenkreuz, wozu er 2004 das Schulterband verliehen bekam.

Alle liebten seine Gulaschsuppe

Seit 1971 lieferte Leo das Essen zum Schützenfrühstück, eine sehr beliebte Gulaschsuppe, und stellte den Würstchenstand zum Schützenfest. „Mit Leo verliert die Bruderschaft einen Schützen, der sich nahezu lebenslang für die Belange der Bruderschaft und der Kirchengemeinde in Stukenbrock-Senne eingesetzt hatte. Er war in dieser Zeit bis heute für viele Schützenbrüder und Vorstandsmitglieder stets ein leuchtendes Vorbild und hat die Werte Glaube, Sitte und Heimat in der Bruderschaft geprägt und an die folgenden Generationen vermittelt“, teilt Michael Schniedermann, 1. Schriftführer der St. Achatius Schützenbruderschaft, in einem Nachruf mit.

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