Problemloser Re-Start der Grundschulen in Schloß Holte-Stukenbrock
Endlich wieder Unterricht

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). „Endlich ist wieder Leben im Haus!“ Irmgard Heimbrodt, Leiterin der Pollhansschule , blickt erleichtert auf die Rückkehr zum Regelbetrieb am gestrigen Montag zurück. Nachdem seit Anfang Mai nur die Viertklässler durchgängig im Präsenzunterricht unterrichtet wurden, gehen jetzt alle Jahrgänge wieder regelmäßig zur Grundschule. Bis zu den Sommerferien läuft nun zwei Wochen lang quasi ein Probebetrieb, ehe im August endgültig wieder Normalität in den Schulalltag einkehren soll.

Dienstag, 16.06.2020, 06:00 Uhr
An der Pollhansschule werden, wie an allen anderen Grundschulen in NRW auch, seit Montag wieder alle vier Jahrgänge unterrichtet. Die gut 250 Schülerinnen und Schüler verhielten sich trotz der Corona-Einschränkungen vorbildlich. Foto: Frank Fortkord
An der Pollhansschule werden, wie an allen anderen Grundschulen in NRW auch, seit Montag wieder alle vier Jahrgänge unterrichtet. Die gut 250 Schülerinnen und Schüler verhielten sich trotz der Corona-Einschränkungen vorbildlich. Foto: Frank Fortkord

Denn obwohl es weder ein Abstandsgebot noch Maskenpflicht im Unterricht gibt, muss nach wie vor mit Einschränkungen gelebt werden. So sind beispielsweise die Anfangs- und Pausenzeiten gestaffelt, die einzelnen Jahrgänge benutzen unterschiedliche Eingänge. „Aber das haben die Kinder ja schon in den vergangenen Wochen gelernt, so dass es überhaupt keine Probleme gab“, sagt Irmgard Heimbrodt. Die Klassen 1 (Unterrichtsbeginn um 8.10 Uhr) und 2 (8 Uhr) haben pro Tag vier Unterrichtsstunden, die Klassen 3 (7.50 Uhr) und 4 (7.40 Uhr) kommen auf fünf Stunden.

Keine „Durchmischung“ der Klassen

Ganz wichtig: Die Klassengruppen bleiben unter sich und sollen nach Möglichkeit nur vom Klassenlehrer unterrichtet werden. Da einige Lehrkräfte nur in Teilzeit arbeiten, lässt sich das nicht konsequent durchhalten. Auf die „Durchmischung“ der Klassen wird hingegen komplett verzichtet, so dass Fächer wie Religion oder Sport derzeit nicht stattfinden. „Auch Förderunterricht wird es nicht geben. Wir konzentrieren uns auf Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch“, so Irmgard Heimbrodt.

Tragen einer Maske freiwillig

Eine Maskenpflicht besteht nur, wenn man sich innerhalb des Gebäudes bewegt. Den Lehrkräften ist es freigestellt, ob sie während des Unterrichts eine Maske tragen wollen oder nicht. „In Schloß Holte-Stukenbrock ist niemand mehr mit dem Coronavirus infiziert. Daher fühle ich mich jetzt deutlich sicherer als noch im März und verzichte daher auf den Mund-Nasen-Schutz“, sagt Irmgard Heimbrodt. So halte sich auch die Zahl der Eltern, die einer Wiederaufnahme des Regelbetriebs an Grundschulen skeptisch gegenüberstehen, arg in Grenzen.

In vielen Haushalten sind die Eltern am Limit gewesen.

Irmgard Heimbrodt

„Es gibt nur einen kleinen Teil, der befürchtet, ihr Kind könnte sich infizieren und müsste dann den Beginn der Ferien in Quarantäne verbringen. Der größere Teil ist einfach nur froh, dass es wieder losgeht“, sagt die Leiterin der Pollhansschule die aus zahlreichen Gesprächen weiß: „In vielen Haushalten sind die Eltern am Limit gewesen, da wurde ein Großteil der Urlaubstage bereits für die Betreuung der Kinder aufgebraucht.“ Auch den Schülern täte die Rückkehr zur Normalität und somit zu einem geregelten Tagesablauf gut. Ein erstes Feedback erwartet Irmgard Heimbrodt auf der Schulkonferenz am morgigen Mittwoch. Von Seiten der Kinder gab es bereits Resonanz: „Den meisten macht das Lernen in der Schule mehr Spaß als zu Hause.“

Wenn es bis zu den Sommerferien so weitergeht, dann sind wir sehr zufrieden.

Christine Weiß

Ebenfalls ausschließlich positiv äußert sich Christine Weiß, Leiterin der Katholischen Grundschule Stukenbrock, zum Verlauf des Re-Starts. „Die Maßnahmen, die wir dank der guten Zusammenarbeit mit den Eltern besprochen haben, sind super umgesetzt worden“, so Christine Weiß. Die Kinder hätten sich sehr gefreut, wieder in die Schule gehen zu können. Nach Absprache mit den Busunternehmen seien auch hier die Jahrgänge zeitlich gestaffelt zur Schule gekommen, Unterrichtsbeginn war um 8 Uhr beziehungsweise 8.50 Uhr. Jeweils drei Lerngruppen wurden dann in jedem der beiden Gebäude untergebracht, Auffälligkeiten gab es keine. „Wenn es bis zu den Sommerferien so weitergeht, dann sind wir sehr zufrieden“, sagt Christine Weiß.

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