Evangelische Kirchengemeinde hat zwei Instrumente angeschafft
Musik beflügelt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das erste Konzert seit der Corona-Beschränkungen Mitte März wird am Samstag, 18. Juli, ab 18 Uhr in der Friedenskirche an der Lindenstraße zu hören sein. 87 Zuhörer werden im Publikum zugelassen. Mit dem Klavierkonzert wird einer der von der Kirchengemeinde erworbenen Konzertflügel eingeweiht. Kantorin Youna Park hat für das Konzert den Pianisten Younggeun Yoon aus Kaiserslautern gewonnen.

Montag, 13.07.2020, 05:00 Uhr
Die Akustik der Friedenskirche kommt mit dem neuen Flügel voll zur Geltung, finden (von links) Pfarrer Reinhard Bogdan, Gerd Just (Fachausschuss Kirchenmusik) und Kirchenmusikerin Youna Park. Am Samstags gibt’s das erste Konzert. Foto: Monika Schönfeld
Die Akustik der Friedenskirche kommt mit dem neuen Flügel voll zur Geltung, finden (von links) Pfarrer Reinhard Bogdan, Gerd Just (Fachausschuss Kirchenmusik) und Kirchenmusikerin Youna Park. Am Samstags gibt’s das erste Konzert. Foto: Monika Schönfeld

Pfarrer Reinhard E. Bogdan, Gerd Just, Vorsitzender des Fachausschusses Kirchenmusik, und Youna Park haben die Flügel vorgestellt, die die Kirchengemeinde erworben hat. Die Versöhnungskirche erhält einen Yamaha-Flügel (1,75 Meter) mit Steinway-Patent, Baujahr 1973. Die Friedenskirche verfügt über den kleineren Flügel von 1,50 Meter Länge, einem Ausstellungsstück der Marke K. Kawei, gebaut in Malaysia.

Ohne Musik ist alles nichts

„Mein Kollege Carsten Glatt wollte schon lange einen Flügel für die Versöhnungskirche haben“, sagt Bogdan. „Youna Park hat die Instrumente bei einem Händler in Hameln gefunden, ausprobiert und einen guten Preis ausgehandelt“, sagt er. Beide Flügel hat die Kirchengemeinde für zusammen 13.000 Euro gekauft. Finanziert wird das aus dem Topf des Förderkreises für Kirchenmusik, der seit Gründung des Gospelchors vor 18 Jahren existiert. Da Chormitglieder keine Beiträge bezahlen, haben sie freiwillig in den Topf des Förderkreises eingezahlt. Das Geld daraus und ein Beitrag aus dem Budget für die Kirchenmusik haben die Anschaffung möglich gemacht.

Die Gottesdienste der evangelischen Kirche, so sagt Reinhard E. Bogdan, leben von der Musik. „Ohne Musik ist alles nichts“, sagt er. „Wir haben bisher immer ein Klavier hin- und hergeschoben. Das verhält sich im Vergleich zum Flügel wie Schwarzbrot zum Honigkuchen.“

Gemeinde singt zurzeit nicht

Zurzeit wird nicht gesungen wegen der Gefahr, mit den Aerosolen beim Singen das Coronavirus zu streuen. In den Gottesdiensten singt nur eine Solistin auf der Empore in der Friedenskirche oder an der Orgel in der Versöhnungskirche. Nach Umbau der Friedenskirche sei die Zahl der Gottesdienstbesucher um 25 Prozent gestiegen. „Im Durchschnitt kommen 111 Besucher – ohne die Spitzen bei Konfirmation, Ostern oder Weihnachten zu zählen.“ Dass nicht gesungen werden dürfe, treffe die Gemeinde hart. Ebenso wie der Verzicht auf das Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst, bei dem sich regelmäßig 30 bis 40 Leute unterhalten.

„Ich habe mich über die schönen Orgeln gefreut, aber der Pfarrer hat mir bei der Einstellung vor etwas mehr als einem Jahr einen Flügel versprochen“, scherzt Kirchenmusikerin Youna Park, die mit Kirchenchor, Kinderchören und dem Gospelchor arbeitet. Während der Corona-Pandemie macht sie nur Einzelproben. Nach den Sommerferien sollen acht bis zehn Leute in jeder der beiden Kirchen gemeinsam proben.

Bogdan weist darauf hin, dass die Gottesdienste und Konzerte in den Kirchen absolut ungefährlich seien, weil nur wenige teilnehmen dürfen, gut gelüftet und auf Abstände geachtet werde. Bis man an seinem Platz ist, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wenn man sitzt, darf man die Maske abnehmen. Bogdan sagt, er sei „stinkig über verantwortungslose freikirchliche Gemeinden, die singen und keine Abstände wahren und dann zu Corona-Hotspots werden. Hier bei uns ist die Ansteckungsgefahr gleich Null.“

 

Klavierabend

Der südkoreanische Pianist Younggeun Yoon begann mit sechs Jahren, Klavier zu spielen. Nach seinem Klavierstudium in Seoul hat er in Köln 2009 sein Musikdiplom gemacht und 2012 sein Konzertexamen abgelegt. Er hat mit den Bergischen Symphonikern und im WDR-Funkhaus gespielt. Beim Konzert am 18. Juli in der Friedenskirche wird Ludwig van Beethoven im Mittelpunkt stehen mit der Klaviersonate Nr. 8 „Pathétique“ und den Eroica-Variationen. Es stehen aber auch Stücke von Johann Sebastian Bach aus der Reihe “Das wohltemperierte Klavier“ und Wolfgang Amadeus Mozarts Klaviersonate in C-Dur KV 330 auf dem Programm. Tickets gibt’s im Vorverkauf in der Buchhandlung Strathmann, bei Copy & More, Geschenke Antpöhler oder im Servicecenter für Kirche und Diakonie.

Konzerte sind am 8. August (Orgelabend mit Professor Torsten Laux) in der Versöhnungskirche, und am 29. August Liedabend mit Sopranistin Gritt Gnauck in der Friedenskirche geplant.

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