Beauftragte der Naturschutzbehörde können sich ausweisen – private Grundstücke dürfen betreten werden
Biotope entlang der Sennebäche werden kartiert

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Kreis Gütersloh hat ein Maßnahmenkonzept (MAKO) für das FFH-Gebiet Sennebäche in Auftrag gegeben. Es handelt sich um eine für alle FFH-Gebiete zu erfüllende Aufgabe, die sich aus dem Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit der FFH-Richtlinie ergibt.

Montag, 13.07.2020, 05:10 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 05:40 Uhr
Mitarbeiter eines Fachbüros aus Warendorf werden die Biotope entlang der Sennebäche, hier der Furlbach, kartieren. Foto:
Mitarbeiter eines Fachbüros aus Warendorf werden die Biotope entlang der Sennebäche, hier der Furlbach, kartieren.

Beauftragt wurde das Fachbüro WWK aus Warendorf, das ab Mitte Juli mit der Geländebegehung beginnt, die sich im Wesentlichen bis zum Oktober erstreckt. Dabei werden die Biotoptypen entlang der Gewässer kartiert und auch Beeinträchtigungen und Schäden erfasst. Die Datenerfassung erfolgt sowohl für das Offenland als auch für Waldflächen. Die Abteilung Umwelt des Kreises Gütersloh bittet darum, die Mitarbeiter des Fachbüros zu unterstützen.

Beauftragte der Naturschutzbehörden dürfen zur Erfüllung ihrer Aufgaben private Grundstücke betreten. Sie können sich durch ein Auftragsschreiben des Kreises legitimieren. Fragen zum Maßnahmenkonzept beantwortet Eberhard Beckemeyer, unter Telefon 05241/852716 oder per E-Mail an abt45@kreis-guetersloh.de.

Das FFH-Gebiet „Sennebäche“ umfasst im Kreis Gütersloh Abschnitte des Rodenbachs, des Wehrbachs und des Oberlaufs der Wapel sowie des Furlbachs in einer Gesamtlänge von etwa 28 Kilometern und einer Fläche von etwa 80 Hektar.

Durch das Konzept sollen Maßnahmen erarbeitet werden, die dazu beitragen, dass sich der Erhaltungszustand der im FFH-Gebiet bedeutenden Lebensraumtypen und der Tier- und Pflanzenarten nicht verschlechtert oder bestenfalls verbessert.

Aus dem Maßnahmenkonzept allein ergibt sich keine unmittelbare Rechtswirkung gegenüber Dritten. Für landeseigene, kreiseigene und zum Zweck des Naturschutzes geförderte Flächen haben die Maßnahmenkonzepte allerdings verwaltungsintern verbindlichen Richtliniencharakter. Weiterhin sind sie durch andere Behörden zu beachten oder zu berücksichtigen. Insbesondere für die Naturschutzverwaltung besteht die Verpflichtung, einen günstigen Erhaltungszustand der Arten und Lebensräume zu gewährleisten. Informationen können unter folgendem Link des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) abgerufen werden: https://natura2000-massnahmen.naturschutzinformationen.nrw.de/natura2000-massnahmen/de/mako

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7490764?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516080%2F
Wieder von Paderborn nach Mallorca
Aus Sicht von Geschäftsführer Marc Cezanne ist die Wiederbelebung der Eurowings-Flüge nach Paderborn ein wichtiges Signal. Foto: Hannemann
Nachrichten-Ticker