70. Geburtstag des Heimat- und Verkehrsvereins im Jahr des Stillstands 2020
Heimathäuser liegen verlassen da

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). „Die Vereinigung der beiden Vereine ist auf unserem Mist gewachsen“, sagen Klaus Seichter und Heinz Tölke. Die beiden erinnern an das 70-jährige Bestehen des Heimat- und Verkehrsvereins – zumindest der Vorläufer aus Schloß Holte ist so alt. In Stukenbrock hatte der Lehrer Johannes Stiewe mit der Heimatpflege begonnen. Als er starb, gründete sich 1961 der Verkehrs-Verein Stukenbrock. Einer der ersten Vereine, die nach der kommunalen Neugliederung Stukenbrocks und Schloß Holtes (1970) fusionierten, waren die beiden Vereine zum Heimat- und Verkehrsverein 1975.

Freitag, 17.07.2020, 05:00 Uhr
Der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Klaus Seichter (rechts), und der Vorsitzende des Fördervereins, Bernd Paarmann, vor den drei Heimathäusern.Das linke wurde 1978, in der Mitte das translozierte 2004, und die umgesetzte Remise 2013 bezogen. Foto: Monika Schönfeld
Der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Klaus Seichter (rechts), und der Vorsitzende des Fördervereins, Bernd Paarmann, vor den drei Heimathäusern.Das linke wurde 1978, in der Mitte das translozierte 2004, und die umgesetzte Remise 2013 bezogen. Foto: Monika Schönfeld
Bernd Paarmann, Heinz Tölke und Klaus Seichter (von links) blättern in der Chronik des Heimat- und Verkehrsvereins.

Bernd Paarmann, Heinz Tölke und Klaus Seichter (von links) blättern in der Chronik des Heimat- und Verkehrsvereins. Foto: Monika Schönfeld

Das Jahr 2020 wird den 415 Mitgliedern im Gedächtnis bleiben. Nicht wegen des runden Geburtstags des Vereins, der wäre wohl sowieso nicht gefeiert worden. Wohl aber hatte der Verein viel vor, wollte vor allem die Reihe mit den Schulen und Kindergärten fortführen. Für die Projektausstellung „Bienen und Insekten“ im September 2019 mit verschiedenen Schulklassen in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe war der Heimat- und Verkehrsverein mit dem Heimatpreis ausgezeichnet worden. Dieses Jahr sollte das Thema „Vom Flachs zum Leinen“ heißen. Aber wegen der Beschränkungen durch das Corona-Virus liegen die drei Heimathäuser seit Mitte März verlassen da. „Uns sind die Hände gebunden“, sagen Klaus Seichter, Heinz Tölke, der vergangenes Jahr sein Amt als Ortsheimatpfleger für Stukenbrock aus Altersgründen abgegeben hat, und der Vorsitzende des Fördervereins, Bernd Paarmann.

Bei der Ehrenamtsmesse Ende Februar präsentierte der Heimat- und Verkehrsverein seine Arbeit: (von links) Erhard Daudel (Wanderungen), Ludwig Teichmann, stellvertretender Vorsitzender und Ortsheimatpfleger Stukenbrock-Senne, Heribert Faupel (Ausstellungen), Bernd Paarmann (Förderverein) und Vorsitzender Klaus Seichter. Es fehlt Ortsheimatpfleger Günter Potthoff, für Schloß Holte, Liemke und Sende zuständig.

Bei der Ehrenamtsmesse Ende Februar präsentierte der Heimat- und Verkehrsverein seine Arbeit: (von links) Erhard Daudel (Wanderungen), Ludwig Teichmann, stellvertretender Vorsitzender und Ortsheimatpfleger Stukenbrock-Senne, Heribert Faupel (Ausstellungen), Bernd Paarmann (Förderverein) und Vorsitzender Klaus Seichter. Es fehlt Ortsheimatpfleger Günter Potthoff, für Schloß Holte, Liemke und Sende zuständig. Foto: Monika Schönfeld

1978 hat der Heimat- und Verkehrsverein das Kötterhaus übernommen, das zum Bauernhof Schröder und dem Pastorat gehörte. Im Heimathaus I befinden sich die Dokumente und Exponate zur Sennegeschichte, zum bäuerlichen Leben und die Ostdeutsche Heimatstube. „Es war immer so eng, dass wir keine Führungen oder weitere Ausstellungen hier machen konnten“, sagt Seichter.

Das änderte sich, als der Verein die Möglichkeit hatte, von 2002 bis 2004 den Sennekotten Lüke vom Scheipshofer Weg ab- und am Pastorat wieder aufzubauen. In diesem translozierten Fachwerkhaus, dem Heimathaus II, befinden sich die Themen „Mensch, Natur und Jagd in der Senne“, „Vom Korn zum Brot“ und Gerätschaften zur Imkerei. Im Garten hat der Imkerverein seinen Lehrbienenstand aufgebaut. Im Heimathaus II ist Platz für kleinere Veranstaltungen, hier treffen sich die Gruppen des Vereins, hier finden die Frühlings- und Weihnachtsausstellungen statt. Die Stadt mietet das Heimathaus II für standesamtliche Trauungen am Samstag im stilvollen Ambiente mit großer Freifläche draußen.

2013 wurde die alte Remise, die gegenüber dem Pfarrhaus vor sich hin rottete, dem Ensemble hinzugefügt. Das Gebäude aus dem Jahr 1829 beherbergt Maschinen und Geräte des Ackerbaus und der Landwirtschaft. Die Biologische Station bietet bei Ausstellungen und Veranstaltungen dort regelmäßig Aktionen an wie den Bau von Nistkästen oder Insektenhotels. „Solche Veranstaltungen und Konzerte wie mit dem Mundharmonika-Duo Teutonia wären nur im Heimathaus I nie möglich gewesen.“

Die Verantwortlichen: Klaus Seichter, Simone Gertz-Hagemann (Schatzmeisterin), Sabine Redeker (Sportliche Wandergruppe), Heribert Faupel, Erhard Daudel, Siegfried Murke (Heimathäuser), Bernd Paarmann ( Internetpflege ), Ludwig Teichmann, Günter Potthoff, Heinz Tölke (Ortsheimatpflege), Klaus Glätzer (Wanderwege).

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