Rhythmus Filmtheater zeigt im Open-Air-Kino „Bohemian Rhapsody“
Zum Geburtstag kommt Queen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Alles begann vor 20 Jahren mit der Aufführung von „Erin Brockovich“ mit Julia Roberts in der Hauptrolle. Das Rhythmus Filmtheater hatte seine Feuertaufe bestanden, endlich wieder Kino in Schloß Holte-Stukenbrock. Zum runden Geburtstag wird an diesem Samstag, 29. August, unter freiem Himmel im Bürgerpark der mit vier Oscars prämierte Streifen „Bohemian Rhapsody“ gezeigt.

Mittwoch, 26.08.2020, 06:00 Uhr
Der Vorstand des Rhythmus-Kinovereins mit (von links) Mark-Hermann Wiesemann, Frank Röllke und Reiner Rösch-Lamberts bei der Einführung der Digitaltechnik im Jahr 2015. An diesem Samstag wird der 20. Geburtstag gefeiert. Foto: Matthias Kleemann
Der Vorstand des Rhythmus-Kinovereins mit (von links) Mark-Hermann Wiesemann, Frank Röllke und Reiner Rösch-Lamberts bei der Einführung der Digitaltechnik im Jahr 2015. An diesem Samstag wird der 20. Geburtstag gefeiert. Foto: Matthias Kleemann

Aber warum ausgerechnet die Verfilmung der britischen Rockband „Queen“ mit ihrem charismatischen Sänger Freddie Mercury? „Der Film hat sich aufgrund seiner Qualität quasi selbst vorgeschlagen“, sagt Frank Röllke – und unterschlägt dabei, dass die Idee von ihm selbst stammte. Der 55-Jährige (Lieblingsfilm Harold und Maude) ist Vorsitzender des Kinovereins, der im November 2000 von sieben Cineasten gegründet worden war und bis Juli 2014 maßgeblich durch den Filmenthusiasten Frank Becker aus Bielefeld-Brackwede unterstützt wurde.

Flaschenbier und Einbahnstraße

Sein schönstes Erlebnis mit dem Rhythmus Filmtheater hat Frank Röllke sofort in Erinnerung. „Meine erste voll besetzte Halle. Wir zeigten damals ‚Das Leben der Anderen‘ und haben die knapp 100 Leute zu Zweit bewirtet. Das war ein tolles Gefühl“, sagt der selbstständige Orchideengärtner, der seit 2007 im Vorstand tätig ist. Am Samstagabend müssen sich die Gäste aufgrund der geltenden Corona-Bedingungen ihre Getränke selbst holen. An der Theke gilt eine Einbahnstraßenregelung und es werden nur Flaschen ausgegeben. Einen Würstchenstand darf der Kinoverein nicht betreiben. Das Ordnungsamt, das ein wachsames Auge auf die Veranstaltung werfen wird, hat dies untersagt. Auch der geplante Auftritt einer Rockband unter der Muschel wird nicht stattfinden.

Einschneidendes Jahr 2015

Einschneidend war für den Kinoverein das Jahr 2015, als auf Digitaltechnik umgestellt wurde. „Ein Wagnis. In dieser Zeit habe ich sehr viel erlebt“, so Frank Röllke, der davon spricht, dass verschiedene Zusagen nicht eingehalten wurden und es ein Jahr lang gedauert hat, bis alles funktionierte.

Derzeit gibt es einen weiteren Einschnitt in der Historie des Kinovereins. Durch den Umbau der Aula der Gesamtschule ruht der Kinobetrieb. „Das stört uns aufgrund der Corona-Krise nur halb“, sagt Frank Röllke, der hofft, dass ab Mitte Mai 2021 wieder Filme gezeigt werden können. Und zwar in einer völlig neuen Atmosphäre. „Alle unsere Vorstellungen sind angehört worden. Mehr können wir uns nicht wünschen“, lobt der 55-Jährige die Zusammenarbeit mit der Stadt.

Neuer Raum, neue Anlage

Der Grundriss bleibt, doch es gibt einen neuen Zugang für Behinderte (der alte war zu kurz), verbesserte Lagerkapazitäten durch einen neuen Raum (für mehr Sitzkissen) und nicht zuletzt ein paar technische Neuerungen. „Da konnten wir uns nur verbessern“, sagt Vorstandsmitglied Reiner Rösch-Lamberts (63). Die Verdunkelung wird optimiert und funktioniert künftig elektrisch. „Bislang mussten wir die Vorhänge selbst aufhängen und hatten vor allem bei den Familienkinos oftmals einen störenden Lichteinfall“, so Rösch-Lamberts, der sich auch auf die 7.1-Audioanlage (bislang 5.1) freut.

Hoffen auf mehr Mitglieder

Für die Zukunft wünscht sich der Anwendungsentwickler, dass sich mehr als die bislang 22 aktiven Mitglieder für den Kinoverein einbringen. Das sieht auch Frank Röllke so. „Unser Programm wird so bleiben wie gehabt, daher mache ich mir um den Zuspruch keine Sorgen. Das größere Risiko sind die Mitglieder. Haben wir zu wenig, dann haben wir ein Problem“, verweist der Vereinsvorsitzende auf die viele Arbeit und Verantwortung die auf den wenigen Schultern lastet.

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