Teilnahme an der Juniorwahl hält sich am Gymnasium in Grenzen
Gesamtschüler stürmen Urnen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Schloß Holte-Stukenbrock hat gewählt, das Ergebnis steht fest. Allerdings nur im Bezug auf die Juniorwahl , die am Freitag im Gymnasium und in der benachbarten Gesamtschule am Hallenbad stattgefunden hat. Dort gaben zahlreiche Schülerinnen und Schüler ihre Stimmen ab.

Samstag, 12.09.2020, 05:30 Uhr
In der Gesamtschule am Hallenbad geben aus der 8b (von rechts) Levin Kriekenbrink (14), Marius Meinhardt (13), Lea Otto (14) und Jann Lorenz (13) ihre Stimmen bei der Juniorwahl ab. Beaufsichtigt wird der Wahlgang durch (hinten von links) Alejandro Sudermann (15), Katharina Brill (16), Lehrer Patrick Loos (35), Sina Palsherm (13) sowie (vorne von links) Lea Tatar (16) und Josefine Renerig (14). Foto: Dirk Heidemann
In der Gesamtschule am Hallenbad geben aus der 8b (von rechts) Levin Kriekenbrink (14), Marius Meinhardt (13), Lea Otto (14) und Jann Lorenz (13) ihre Stimmen bei der Juniorwahl ab. Beaufsichtigt wird der Wahlgang durch (hinten von links) Alejandro Sudermann (15), Katharina Brill (16), Lehrer Patrick Loos (35), Sina Palsherm (13) sowie (vorne von links) Lea Tatar (16) und Josefine Renerig (14). Foto: Dirk Heidemann

In der Gesamtschule gingen 423 Schüler aus den Klassen 8 bis 10 sowie 55 Oberstufenschüler an die Wahlurnen. „Wir haben vom Jugendparlament vorbereitetes Material bekommen, mit dem sich im Unterricht im Fach Gesellschaftslehre beschäftigt wurde“, sagte SV-Lehrer Pierre Barluschke (32). Am Freitag simulierten die Schüler dann eine Kommunalwahl. Jeder bekam eine Wahlbenachrichtigung, Klassenweise ging es dann zum „Wahllokal“. Dort sammelte Schülersprecherin Lea Tatar (16) die Wahlbenachrichtigungen ein und das Wahlhelferteam um Alejandro Sudermann (15), Katharina Brill (16), Sina Palsherm (13) sowie Josefine Renerig (14) gab die beiden Stimmzettel raus.

Klassenweise in das Wahllokal

Darauf konnten insgesamt drei Stimmen abgegeben werden: für den Direktkandidaten des Wahlbezirks, für eine der fünf Parteien sowie für einen der vier Bewerber um das Amt des Bürgermeisters. In der Gesamtschule gab es vier Wahlkabinen, die von der Stadt zur Verfügung gestellt worden waren, und nach jeder Klasse desinfiziert wurden. In zwei Urnen konnten die Stimmzettel eingeworfen werden. „Wir hatten den Tag während der Schulzeit zwischen 8 und 13 Uhr exakt durchgeplant, sind dann zeitlich aber doch etwas in Verzug geraten“, berichtete Markus Wenge, Abteilungsleiter II und Mitglied der Schulleitung von großen Andrang am Wahllokal.

Die Wahlbeteiligung hier ist wie bei einer echten Kommunalwahl eher gering.

Franka Fockel

Den gab es auch am Gymnasium – allerdings nur im Anschluss an die große Pause ab 11.35 Uhr. „Die Wahlbeteiligung hier ist wie bei einer echten Kommunalwahl eher gering“, berichtete Franka Fockel, stellvertretende Vorsitzende des Jugendparlaments, die gemeinsam mit der Jupa-Vorsitzenden Jennifer Kleinemas die Wahlleitung übernahm. Auffällig war, wie lange einige Schüler den Wahlzettel studierten, ehe sie ihre Kreuze setzten. „Die meisten sehen einen Wahlzettel zum ersten Mal. Da müssen sich manche erst reindenken“, so Jennifer Kleinemas.

Hilfestellung durch das Jupa

Durch den Kommunalwahl-O-Mat, die Podiumsdiskussion mit den Bürgermeister-Kandidaten sowie die gedrehten Parteivideos (Franka Fockel: „Unser Hauptding“) hatte das Jugendparlament reichlich Hilfestellung für die Stimmabgabe gegeben. „Wir haben uns beispielsweise im Fach Sozialwissenschaften die Podiumsdiskussion angeschaut und über die Parteien sowie die Kandidaten gesprochen. Andere haben das im Politikunterricht gemacht“, sagte Marian Gerwin (17), SV-Schüler der Q2.

Ausgezählt wurden die abgegebenen Stimmen an Gesamtschule und Gymnasium bereits direkt nach Schulschluss. Bekannt gegeben wird das Ergebnis aber erst nach der echten Kommunalwahl am Sonntagabend, um eine mögliche Beeinflussung auszuschließen. Veröffentlicht wird es auf der Homepage des Jugendparlaments.

Es wird interessant sein, das Ergebnis der jungen Generation isoliert zu betrachten und dann mit dem realen Ergebnis der Kommunalwahl zu vergleichen.

Jennifer Kleinemas

„Es wird interessant sein, das Ergebnis der jungen Generation isoliert zu betrachten und dann mit dem realen Ergebnis der Kommunalwahl zu vergleichen“, sagte Jennifer Kleinemas. Im Vorfeld der Europawahl 2019 hatte es ebenfalls eine Juniorwahl in Schloß Holte-Stukenbrock gegeben. Damals ging am Gymnasium der Trend deutlich in Richtung Bündnis 90/Die Grünen, die auf 41,3 Prozent der Stimmen kamen. Zum Vergleich: 22,22 Prozent bekamen die Grünen bei der realen Wahl.

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