AFDC stellt Konzept vor – Kritik und Ideen beim ersten Info-Treff
Sicherheit im Radverkehr verbessern

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). In Schloß Holte-Stukenbrock gibt es für Fahrradfahrer viele Problem- und Gefahrenstellen. Das hat ein erster Info-Abend zum Thema „Wie wird die Stadt fahrradfreundlicher“ mit Experten vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) aufgezeigt. Auf Initiative von Pfarrer Dr. Carsten Glatt waren dazu in der vergangenen Woche zwölf Teilnehmer in der Evangelischen Versöhnungskirche zusammen gekommen.

Dienstag, 15.09.2020, 20:00 Uhr
Die Liste mit Wüschen und Anregungen der Radfahrer ist lang. Das hat ein erstes Treffen zum Thema „Wie wird Schloß Holte-Stukenbrock fahrradfreundlicher“ ergeben. Foto: Uschi Mickley
Die Liste mit Wüschen und Anregungen der Radfahrer ist lang. Das hat ein erstes Treffen zum Thema „Wie wird Schloß Holte-Stukenbrock fahrradfreundlicher“ ergeben. Foto: Uschi Mickley

Daniel Neuhaus, Vorsitzender beim AFDC Kreisverband Gütersloh, und sein Mitstreiter Fitz Spratte zeigten Maßnahmen auf, wie das Fahrradfahren im Ort attraktiver gemacht werden könnte. Es handelt sich dabei um ein kreisweites Alltagsradwegenetzkonzept, das gerade im Kreistag beschlossenen wurde. Wünschenswert, so Daniel Neuhaus, sei es, dass die Aktiven dieses Konzept auf kommunaler Ebene weiterentwickeln, da die Pläne im Wesentlichen die überörtlichen Verbindungen betrachten.

Radfahrer fühlen sich nicht sicher

Eine rege Diskussion ergab, dass sich Radfahrer aufgrund der mangelnden Radinfrastruktur nicht sicher fühlen. Die Beteiligten vermissen ein konkretes Konzept als Ganzes für einen sicheren Radverkehr in der Stadt. „Manche Radwege „enden im Nichts“ und Wege sind „nicht zu Ende gedacht“, so das Fazit der Teilnehmer. Als problematisch wurden Ampelkreuzungen, zum Beispiel am Bahnhof, sowie die Orts-Zentren in Schloß Holte und Stukenbrock erachtet. Radfahrer müssten beim Linksabbiegen „doppelt warten“.

Einige Problempunkte

Als besondere Problempunkte aufgezählt wurden überdies die Kreis- und Landesstraßen wie etwa Schlossstraße/Oerlinghauser Straße, Bahnhof sowie Kaunitzer, Holter, und Paderborner Straße. Insbesondere sei es erforderlich, die Schulwege von den Ortsteilen zu den weiterführenden Schulen sicherer zu gestalten. „Aber natürlich müssen sich auch Radfahrer an Verkehrsregeln halten“, bekräftigte Dr. Carsten Glatt.

Eine glatte Vier für SHS

Daniel Neuhaus bestätigte, dass der Radverkehr im Kreis einen hohen Stellenwert einnimmt. „Das Thema Radfahren hat Rückenwind.“ Dass es in der Stadt jedoch nicht jedem Spaß bereitet, in die Pedale zu treten hat eine Umfrage des ADFC-Fahrradklimatest 2018 gezeigt. Eine glatte Vier gab es für Schloß Holte-Stukenbrock. 60 Radfahrer hatten ihr Urteil abgegeben. Weitere Schritte sollen am Mittwoch, 28. Oktober um 19.30 Uhr erörtert werden.

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