Ergebnisse Juniorwahl: Am Gymnasium sind die Grünen mit 38,7 Prozent stärkste Kraft
Erichlandwehr entgeht der Stichwahl

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/dh). Die CDU schafft keine 40 Prozent und Hubert Erichlandwehr entkommt nur knapp einer Stichwahl gegen Philipp Ashton um das Amt des Bürgermeisters. Das sind zwei interessante Erkenntnisse aus der Juniorwahl (wir berichteten), die am vergangenen Freitag im Gymnasium und an der Gesamtschule stattgefunden hat. Wahlberechtigt waren 1012 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 12, das Jugendparlament hat nun die Ergebnisse veröffentlicht. Teilweise unterscheiden sich diese an beiden Schulen deutlich voneinander.

Mittwoch, 16.09.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 05:50 Uhr
Nico Koch und Franka Fockel am vergangenen Freitag bei der Juniorwahl im Gymnasium. Foto: Dirk Heidemann
Nico Koch und Franka Fockel am vergangenen Freitag bei der Juniorwahl im Gymnasium. Foto: Dirk Heidemann

Gewählt wurde in drei Kategorien: Bürgermeisterkandidat, Direktmandat (Wahlbezirk 14/dort stehen beide Schulen) sowie – anders als bei der echten Kommunalwahl – eine Partei. „Da zwar viele gerne bekannte Gesichter in den Stadtrat wählen, um einen Ansprechpartner zu haben, aber auch gleichzeitig ihre Werte mit einer bestimmten Partei dort vertreten sehen möchten, kommt es bei einer Stimme für beide Aspekte manchmal zum Konflikt. Wir wollten schauen, ob viele Jüngere ihre Stimme ‚splitten‘ würden“, begründete Franka Fockel, stellvertretende Vorsitzende des Jugendparlaments, diese Vorgehensweise.

Schulen wählen unterschiedlich

In der „Gesamtwertung“ bei den Bürgermeisterkandidaten kommt Hubert Erichlandwehr auf 55,2 Prozent, gefolgt von Philipp Ashton (23,6), Thorsten Baumgart (10,5) und Britta Rusch (9,4). Am Gymnasium liegt Erichlandwehr mit 52,6 Prozent vor Ashton (29,3), Baumgart (11,6) und Rusch (4,5). Anders das Bild an der Gesamtschule. Hier kommt Erichlandwehr auf 61,9 Prozent, Ashton auf 19,8, Rusch auf 12,7 und Baumgart auf 9,6.

Siek bekommt 16,0 und 5,3 Prozent

Bei den Direktkandidaten (gesamt) erhält Maik Dück (CDU) 41,3 Prozent. Bei der echten Kommunalwahl waren es 46,6 Prozent. Miriam Altemeier (Grüne/28,2), Uwe Siek (SPD/11,7). Olaf Pretel (FDP/9,8) und Sara Steinbeck (CSB/6,5) folgen. Auffällig hier: SPD-Mann Siek bekommt an der Gesamtschule 16,0 Prozent, am Gymnasium sind es nur 5,3. Altemeier schafft am Gymnasium 35,3 Prozent, an der Gesamtschule nur 23,4. Steinbeck hat bei der echten Kommunalwahl mit 13,3 Prozent ein doppelt so hohes Ergebnis.

CSB jeweils Schlusslicht

Die Reihenfolge bei den Parteien: CDU 37,7 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen 29,5, SPD 14,1, FDP 9,5 und CSB 6,7. Auch hier gibt es zwischen den Schulen teils erhebliche Unterschiede. Am Gymnasium sind die Grünen mit 38,7 Prozent stärkste Kraft. Es folgen CDU (37,2), FDP (9,4), SPD (8,6) und (CSB 3,4). An der Gesamtschule gewinnt die CDU (38,1) vor den Grünen (23,4), der SPD (17,8), der FDP (9,6) und der CSB (8,9). Die Wahlbeteiligung liegt insgesamt bei 65 Prozent. Die Gesamtschule kommt auf starke 82,5 Prozent (394 von 477 Stimmberechtigten), das Gymnasium auf 49,7 (266 von 535).

Wir haben unser Ziel erreicht, insbesondere Erstwählern viele Möglichkeiten der Informationsbeschaffung zu geben und einige für die Kommunalpolitik zu begeistern.

Franka Fockel

„Rückblickend sind wir mit unseren Aktionen sehr zufrieden. Unser Herzstück, der Kommunal-O-Mat, wurde sehr gut angekommen und hatte an die 3000 Aufrufe. Die Mitschnitte der Podiumsdiskussion verzeichnen über 500 Aufrufe und die Parteivideos zwischen 40 und 80 Aufrufe. Zusammengefasst haben wir unser Ziel erreicht, insbesondere Erstwählern viele Möglichkeiten der Informationsbeschaffung zu geben und einige für die Kommunalpolitik zu begeistern“, lautet das Fazit von Franka Fockel.

 

www.jupa-shs.de

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