Teilnehmer erhalten Zertifikate – Kurs vermittelt Wissen in Theorie und Praxis
Entlastung für Helfer in der Nachbarschaft

Schloß Holte-Stukenbrock (um). 16 Frauen und Männer haben sich in einem Wochenendkurs zu Nachbarschaftshelfern für pflegebedürftige Menschen ausbilden lassen. Am Samstag erhielten sie zum Abschluss im Rathaus ihre Zertifikate nebst einem herzlichen Dankeschön von den Organisatoren. Den ersten Kurs dieser Art hat die Stadt Schloß Holte in Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Ostwestfalen-Lippe organisiert.

Montag, 21.09.2020, 05:30 Uhr
Auszeichnung beim Kurs zum Nachbarschaftshelfer. Zum Abschluss freuen sich Teilnehmer und Organisatoren: Christiane Vornholt (von links) und Maria Brock (Fachbereich Soziales), Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Andreas Rother (Kursteilnehmer), Verena Lütgens (Kursleiterin) und Kristin Rolke (RegionalbüroAlter, Pflege und Demenz OWL). Foto: Uschi Mickley
Auszeichnung beim Kurs zum Nachbarschaftshelfer. Zum Abschluss freuen sich Teilnehmer und Organisatoren: Christiane Vornholt (von links) und Maria Brock (Fachbereich Soziales), Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Andreas Rother (Kursteilnehmer), Verena Lütgens (Kursleiterin) und Kristin Rolke (RegionalbüroAlter, Pflege und Demenz OWL). Foto: Uschi Mickley

Gefördert von der AOK Nordwest wurde in zwölf Unterrichtseinheiten wertvolles Wissen vermittelt. Alle Teilnehmer hatten das Ziel, sich Grundkenntnisse und praktische Erfahrungen für die Betreuung und den Umgang mit älteren Menschen anzueignen, erreicht. Verena Lütgens, die als Sozialpädagogin im Demenzfachdienst beim Diakonischen Werk im Kirchenkreis Vlotho beschäftigt ist, leitete die Qualifikation. Hauptsächlich ging es um Themen wie „häusliche Altenpflege“, „Sofortmaßnahmen in Notfallsituationen“, „Ernährung im Alter“ und „Informationen über soziale Einrichtungen und Dienste“ sowie über gesetzliche Möglichkeiten der Hilfe.“

Bürgermeister überreicht Zertifikate

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr würdigte das Engagement der Teilnehmer, bevor er die Zertifikate überreichte: „Durch Ihre Arbeit leisten Sie einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft.“ Maria Brock vom Fachbereich Soziales, die als Mitorganisatorin und Kursteilnehmerin fungierte, freute sich über die große Resonanz. Die Schulung war schnell ausgebucht. Den Teilnehmer wünschte sie bei ihrer Tätigkeit viel Freude und Geduld sowie Erfolg bei der Kooperation mit den Pflegekassen. Die neuen Nachbarschaftshelfer ihrerseits sprachen den Organisatoren viel Anerkennung für die „hilfreichen Informationen, den Erfahrungsaustausch und die angenehme Atmosphäre“ aus. Alle waren sich darin einig, viel mitgenommen zu haben, auch im Hinblick auf rechtliche Fragen.

Aufwandsentschädigung für die Helfer

Nachbarschaftshelfer können inzwischen Geld bekommen, wenn sie beispielsweise mit ihren pflegebedürftigen Nachbarn spazieren gehen, ihnen vorlesen, oder sie zum Arzt bringen. Bezahlt werden die ehrenamtlichen Nachbarschaftshelfer mit einer Aufwandsentschädigung aus dem Entlastungsbetrag von 125 Euro im Monat, der jedem Pflegebedürftigen, der zu Hause lebt, von seiner Pflegekasse zusteht. Eine weitere Schulung ist am 16. Oktober in Verl vorgesehen.

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