Erneut Vandalismus am Rathaus: Ruf nach Konsequenzen wird immer lauter
Unbekannte zerstören fünf Glasstelen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Warum kommt es rund um das Rathaus immer wieder zu Vandalismus? Eine Frage, die auch die Stadt-Oberen quält. Nachdem Unbekannte in der Zeit zwischen Einbruch der Dunkelheit am Mittwoch und der Morgendämmerung am Donnerstag fünf der sechs Glasstelen vor dem Rathaus zerstört haben, wird der Ruf aus der Öffentlichkeit nach Konsequenzen lauter. Wie konkret die aussehen sollen, damit wird sich auch Bürgermeister Hubert Erichlandwehr nach seiner Rückkehr aus dem Herbsturlaub beschäftigen.

Freitag, 23.10.2020, 19:00 Uhr
Böse Überraschung am Donnerstagmorgen vor dem Rathaus: Fünf der sechs Glasstelen sind zerstört worden. Die Stadt hat Anzeige gegen Unbekannt gestellt, Zeugen gibt es keine. Es ist nicht das erste Mal, dass es rund um das Rathaus zu Vandalismus gekommen ist. Foto: Stadtverwaltung Schloß Holte-Stukenbrock
Böse Überraschung am Donnerstagmorgen vor dem Rathaus: Fünf der sechs Glasstelen sind zerstört worden. Die Stadt hat Anzeige gegen Unbekannt gestellt, Zeugen gibt es keine. Es ist nicht das erste Mal, dass es rund um das Rathaus zu Vandalismus gekommen ist. Foto: Stadtverwaltung Schloß Holte-Stukenbrock

Anzeige gegen Unbekannt

Als Imke Heidotting, Stadtmarketing-Beauftragte der Stadt, am Donnerstagmorgen gegen 7.30 Uhr zum Rathaus kam, hatten Rainer Brok in Vertretung des Hausmeisters und Maren Gerkens (Assistenz der Verwaltungsleitung) die Schäden bereits entdeckt. Fünf der sechs Stelen waren aus ihren Verankerungen gerissen und anschließend unterschiedlich stark beschädigt worden. „Wir haben Anzeige bei der Polizei erstattet, die im Laufe des Vormittags vor Ort Fotos von den Zerstörungen gemacht hat. Zeugen hat es offenbar keine gegeben“, sagt Imke Heidotting. Auch Spuren gab es keine, das Sicherheitsbruchglas der Stelen ist in viele winzige Stücke zersplittert, an denen sich auch die oder der Täter nicht verletzen konnte. Der Schaden beläuft sich auf gut 2000 Euro. Die Kunstwerke werden nicht kameraüberwacht.

Stelen zum vierten Mal beschädigt

Die Stelen sind bereits zum vierten Mal beschädigt worden, Ende August waren aus dem Ensemble der Alltagsmenschen dem Pollhans-Bürgermeister der Stock entwendet und eine auf dem Tisch stehende Kaffeekanne an der naheliegenden Bushaltestelle an der Holter Straße zerdeppert worden. Vier der beleuchteten und mit einem Foto bedruckten Glasstelen sind im Jahr 2012 aufgestellt worden, 2013 und 2014 kam jeweils eine weitere dazu. Das Layout wurde vom Stadtmarketing entworfen. Jede Stele präsentiert ein anderes Thema aus der Reihe der Kultursommer SHS, die von 2009 bis 2014 stattgefunden haben. Von der Baukultur über die Sennebäche, die typische Senneküche bis hin zur Musik werden Themen, die eng mit Schloß Holte-Stukenbrock verbunden sind, dargestellt. Die abgedruckten Fotos stammen aus den Foto-Aktionen im Rahmen der Kultursommer und sind von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt eingereicht worden. „Zu einer solchen Beschädigung gehört schon eine große Portion mutwilliger Gewalteinwirkung“, ärgert sich Imke Heidotting.

Gebiet zum Problemviertel entwickelt

Nicht von der Hand zu weisen ist, dass sich das Gebiet um Rathaus, Gymnasium und Gesamtschule zum Problemviertel entwickelt. Im Zuge einer Abi-Mottowoche war es Anfang Juni im angrenzenden Sportpark am Ölbach zu einer Schlägerei gekommen. Die große Fläche bietet viele Rückzugsräume, in denen sich vor allem Jugendliche unbeobachtet fühlen. Neu ist, dass sich der Vandalismus diesmal nicht am Wochenende, sondern mitten in der Woche ereignet hat. Ein Zusammenhang mit den Herbstferien ist daher naheliegend.

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