„St. Martin to go“: Gefüllte Tüten für 116 Kinder vom Förderverein des Kindergartens St. Achatius Stukenbrock-Senne
Mit einem Stück des roten Mantels

Schloß Holte-Stukenbrock -

Der St.-Martins-Umzug ist Stukenbrock-Senne ist legendär. An diesem Tag kommt in der Regel das ganze Dorf zusammen, um mit dem Förderverein der Kindertagesstätte St. Achatius dem Heiligen auf seinem Pferd zu folgen und zu sehen, wie er seinen Mantel mit dem Bettler teilt. Im Corona-Lockdown verbietet sich das. Ein Stück vom Mantel des Heiligen Martin haben aber 116 Kinder und sogar Erwachsene trotzdem erhalten – St. Martin to go.

Dienstag, 10.11.2020, 19:26 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 19:28 Uhr
St. Martin to go in Stukenbrock-Senne: (von links hinten) Katharina Kwiatkowski, Sara-Kim Heißenberg, Brigitte Oberteicher, Roland Kuhlen, Julia Wulf, Daniel Heising, Sophie Kampmeier und (vorn) Judith Janus und Andreas Schubert
St. Martin to go in Stukenbrock-Senne: (von links hinten) Katharina Kwiatkowski, Sara-Kim Heißenberg, Brigitte Oberteicher, Roland Kuhlen, Julia Wulf, Daniel Heising, Sophie Kampmeier und (vorn) Judith Janus und Andreas Schubert Foto: Monika Schönfeld

 

„Mensch, Papa, warum gibt‘s keinen Martinsumzug?“ Das haben seine Kinder Andreas Schubert gefragt. Seine Frau Katharina ist Vorsitzende des Fördervereins der Kita – und gemeinsam mit dem Vorstand haben sie „St. Martin to go“ erfunden. „Das Vorbild war das ‚Schützenfest to go‘, das in vielen Orten angeboten wurde“, berichtet Daniel Heising, sowohl Schütze als auch Fördervereinsmitglied. In seiner Garage haben sich die 116 Tüten gestapelt, die die Mitglieder und Erzieherinnen mit vielen Helfern gepackt haben.

„Im Kindergarten haben wir einen Aushang gemacht, später auch an der Bushaltestelle und auf unserer Facebook-Seite. Das Interesse war riesig. Es kamen Bestellungen sogar aus Stukenbrock, Schloß Holte bis ins Heideblümchen und an den Rand von Hövelhof“, erzählt Andreas Schubert. Ziel sollte sein, dass jedem Kind gegen einen Beitrag von 5 Euro für den Förderverein eine Tüte vor die Tür gestellt wird. „Alles natürlich nach Corona-Bedingungen. Wir klingeln, stellen die Tüte vor die Haustür. Das Kind wird damit fotografiert, so dass wir im Kindergarten eine Bilderwand machen können. Das ist eine schöne Erinnerung für die Mappe, die jedes Kind bei Schuleintritt bekommt.“ Vier Teams waren am Dienstagabend mit Bollerwagen und mit dem Auto unterwegs, um die Tüten auszuliefern.

Die Tüten waren wohlgefüllt, vor allem von Sponsoren (Edeka Lüning Hövelhof, Marktkauf Schloß Holte-Stukenbrock, Geschenke Antpöhler, Honigkuchenpferd Hövelhof und zwei anonymen Spendern). Darin enthalten war eine Martinsgans aus süßem Teig, ein Bausatz für eine Laterne, ein Teelicht, Mandarine und Nüsse, ein Egg-Shaker (für den Rhythmus zu den Martinsliedern), Süßigkeiten, Kinderwurst, Regenbogenstift, Ausmalbild und ein Teebeutel für Apfelpunsch. „Das wird das neue Kultgetränk. Es heißt ‚Der kleine Achatius‘. Für den ‚großen Achatius‘ müssen Erwachsene noch einen Schluck Rum dazutun“, sagt Anderas Schubert. Und die Überraschung in der Tüte: ein Stück roter Stoff als Symbol für den roten Mantel, den der Heilige Martin mit dem Bettler geteilt hat. Und wer die Laternenlieder vermisst, findet in der Tüte ein Liederbuch. Wer nicht singen kann, holt sich mit dem QR-Code die YouTube-Einspielungen. Und auf der Facebook-Seite können sich die Kinder die Geschichte von St. Martin anhören – vorgelesen von Katharina Schubert und Judith Janus ( https://www.foerderverein-stachatius.de/2020/11/09/st-martin-to-go-2020/).

Und besonders schön im Sinne der Geschichte: Einige haben für ihre alte Mutter oder ihren Vater, oder auch für den Nachbarn, der alleine ist, eine Tüte bestellt.

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