Auf dem Gelände der Polizeischule in Stukenbrock-Senne entstehen Container-Dorf und Ausweichsporthalle
Es wird kräftig saniert

Schloß Holte-Stukenbrock WB -

Was entsteht da auf dem Gelände des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen (LAFP NRW) in Stukenbrock-Senne? Ein Corona-Testzentrum? Ein Impfzentrum? Eine neue Unterkunft für Flüchtlinge? Die Spekulationen bei den Anwohnern in der Nachbarschaft schießen seit Wochenbeginn ins Kraut.

Dienstag, 24.11.2020, 18:11 Uhr aktualisiert: 24.11.2020, 18:14 Uhr
Auf dem Gelände des LAFP NRW in Stukenbrock-Senne werden Bürocontainer aufgestellt, die während der Sanierung genutzt werden.
Auf dem Gelände des LAFP NRW in Stukenbrock-Senne werden Bürocontainer aufgestellt, die während der Sanierung genutzt werden. Foto: Ludwig Teichmann

 

Auf Anfrage dieser Zeitung räumt die Pressestelle des LAFP mit allen Gerüchten auf. Die Bauarbeiten stehen im Zusammenhang mit der planmäßigen Sanierung eines Unterkunftsgebäudes, teilt die stellvertretende Pressesprecherin Sevinc Sethmacher mit. Die aufgestellten Bürocontainer werden während der Sanierung des Gebäudes von den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt.

Zudem wird in der Nähe der Container eine Ausweichsporthalle (Leichtbauhalle) für erforderliche Prüfungen der Kommissaranwärterinnen und -anwärter errichtet. Der Boden in der eigentlichen Sporthalle muss nach einem Wassereinbruch umfassend saniert werden. „Diese Baumaßnahmen sind dringend erforderlich, um den Aus- und Fortbildungsbetrieb des LAFP im Bildungszentrum Schloß Holte-Stukenbrock aufrecht erhalten zu können“, so Sevinc Sethmacher.

Nach Informationen dieser Zeitung werden die Container von einer Firma aus Belgien, die weltweit Container-Dörfer errichtet, auf Tiefladern nach Stukenbrock-Senne gebracht. Diese Arbeiten sollen bereits am Donnerstag beendet sein. Die Sanierung der Sporthalle soll nach Auskunft von Sevinc Sethmacher im Februar 2021 abgeschlossen sein. In dem dreigeschossigen Unterkunftsgebäude, das 40 Jahre alt ist, sollen die Wasser- und Sanitäranlagen komplett saniert werden. Die 320 dort studierenden Kommissaranwärter werden sukzessive in die Container umziehen.

Knapp 11.000 Bewerber gab es, aus denen das Land NRW zu Beginn des Jahres 2500 Studenten ausgesucht hatte. Das dreijährige Bachelor-Studium besteht aus sich abwechselnden Modulen: die Theorie wird an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung vermittelt (zum Beispiel in Bielefeld), das Training erfolgt in den Bildungszentren Stukenbrock, Selm-Bork oder Brühl. Die Praxis erfolgt in einer der 47 Kreispolizeibehörden.

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