Franz-Josef Neuwöhner greift zu Flex und Schweißgerät: Fünf Zacken für jede Fahnenstange
In der Senne, da leuchten die Sterne

Schloß Holte-Stukenbrock (WB) -

Das ist alles? Nur vier Sterne der städtischen Weihnachtsbeleuchtung für Stukenbrock-Senne? Franz-Josef Neuwöhner ist kein Mann, der lange lamentiert. Er greift zu Flex und Schweißgerät und fertigt für die Nachbarschaft Sterne aus Moniereisen.

Donnerstag, 24.12.2020, 04:20 Uhr
Am Lippstädter Weg wird es bald genauso leuchten wie an den Hauptverkehrsstraßen in Stukenbrock und in Schloß Holte. Dafür sorgt Franz-Josef Neuwöhner.
Am Lippstädter Weg wird es bald genauso leuchten wie an den Hauptverkehrsstraßen in Stukenbrock und in Schloß Holte. Dafür sorgt Franz-Josef Neuwöhner. Foto: Monika Schönfeld

 

„Jeder Schützenbruder hat eine Fahnenstange vor seiner Haustür“, zeigt Franz-Josef Neuwöhner nach rechts und links am Lippstädter Weg. Während die Stadt in den beiden großen Stadtteilen an die Straßenlaternen Steckdosen für die Stromversorgung der neuen Weihnachtsbeleuchtung montieren ließ, behelfen sich die Stukenbrock Senner mit einem Verlängerungskabel, das sie in der Garage einstöpseln.

Franz-Josef Neuwöhner fertigt fünfzackige Sterne. Die können mit einer Rohrschelle an der Fahnenstange befestigt werden. Die Sterne haben einen Durchmesser von einem Meter von Spitze zu Spitze. Davon hat Neuwöhner neun für die Nachbarn gefertigt. Vier Sterne, die etwas kleiner sind, hat er den Kindern in der Nachbarschaft geschenkt. „Für die Buden, die sie im Garten stehen haben“, sagt er.

Je nach persönlichem Geschmack können die Sterne mit Kunststoffgrün umwickelt und mit einer Lichterkette zum Leuchten gebracht werden. „Jeder kann den Stern individuell dekorieren.“ Bei der Befestigung werde darauf geachtet, dass die Sterne in einer Höhe von 3,50 Meter hängen, damit Radfahrer und Paketdienste nicht gefährdet werden, die in die Einfahrten fahren.

Franz-Josef Neuwöhner hat für die Kinder aus der Nachbarschaft kleinere Sterne gebaut. Von den großen hängen schon neun an der Straße.

Franz-Josef Neuwöhner hat für die Kinder aus der Nachbarschaft kleinere Sterne gebaut. Von den großen hängen schon neun an der Straße. Foto: Monika Schönfeld

Dass Franz-Josef Neuwöhner in seiner Garage die Sterne fertigt, hat sich schnell herumgesprochen, berichtet Nachbar Leo Janus. Über die Nachbarschaftsapp hat sich die Nachricht verbreitet. „Die Leute müssen nur das Material beschaffen, ich mache die Sterne dann kostenlos. In der Nachbarschaft gibt es noch ein paar mehr Leute, die mit einem Schweißgerät umgehen können. Vielleicht können wir nächstes Jahr die ganze Straße erleuchten“, sagt Neuwöhner, der allerdings an den Anfang der Straße verweist, wo einige Nachbarn ihre Häuser funkeln lassen. „Schöner als in Las Vegas“, lacht Neuwöhner.

Der Schütze und Senner ist besonders stolz darauf, dass die Sterne haltbar, also wiederverwertbar sind. Man müsse sie nur irgendwo lagern. „Im Mai wehen entlang des Lippstädter Wegs die Schützenfahnen und in der Weihnachtszeit leuchten die Sterne.“

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