Schüler der Grauthoff-Elbrachtschule arbeiten mit der Lernplattform Logineo – alle Grundschulen starten demnächst
Aus dem Spiel- wird ein Arbeitsgerät

Schloß Holte-Stukenbrock WB -

Als Spielgerät ist den meisten Kindern ein Computer oder ein Tablet bekannt.

Donnerstag, 14.01.2021, 16:34 Uhr
Susanne Kerkhoff, Medienbeauftragte der Grauthoff-Elbrachtschule, und Schulleiterin Tanja Edzards zeigen die Logineo-Startseite für die Waschbären-Klasse. Die Zweitklässler klicken die Kacheln mit den Fächern an. Dahinter befinden sich die Aufgaben.
Susanne Kerkhoff, Medienbeauftragte der Grauthoff-Elbrachtschule, und Schulleiterin Tanja Edzards zeigen die Logineo-Startseite für die Waschbären-Klasse. Die Zweitklässler klicken die Kacheln mit den Fächern an. Dahinter befinden sich die Aufgaben. Foto: Monika Schönfeld

Jetzt wird es ihnen als Arbeits- und Kommunikationsmittel nahe gebracht. An der Grauthoff-Elbracht-Grundschule sind seit gestern alle Kinder mit eigenen oder Leihgeräten versorgt – Lernen mit der Lernplattform Logineo beginnt jetzt im Distanzunterricht.

Und: Logineo ist nicht nur für die Krisenzeit im Distanzunterricht gedacht, sondern wird fester Bestandteil des Lernens. „Die Lebenswirklichkeit der Kinder hat sich verändert. Sie gehen wie selbstverständlich mit digitalen Geräten um“, sagen Schulleiterin Tanja Edzards und die Medienbeauftragte der Schule, Susanne Kerkhoff. „Wir werden Logineo konsequent weiter nutzen, die Kinder dürfen den Anschluss nicht verlieren. Bildung und Beruf wird ohne digitale Medien nicht mehr auskommen.“

Susanne Kerkhoff hat die Probe mit einem Jungen aus der zweiten Klasse gemacht. „Das war überhaupt kein Problem“, berichtet sie. Sein Vater habe von jedem Schritt Screenshots gemacht, die Susanne Kerkhoff zu einer Bedienungsanleitung für die Eltern vervollständigt hat. „Bis Ende nächster Woche werden alle Kinder ab Klasse 2 am Start sein. Nur mit den Erstklässler lassen wir uns noch ein bisschen Zeit“, sagt Tanja Edzards.

Erste Rückmeldungen gibt es schon, Kinder berichten stolz, was sie auf der Lernplattform schon alles ausprobiert haben. „Die Unterstützung der Eltern ist nötig beim Ändern der Passwörter. Dann aber erklärt sich den Kindern alles selbst. Sie klicken auf die Kachel ihrer Klasse und finden dort die Fächer. Das machen sie intuitiv, die Hilfe der Eltern ist kaum nötig.“

Aufgaben aus den Bereichen Mathematik, Deutsch, Englisch und Sachunterricht gibt es. Die Lehrer haben die Möglichkeit, die Aufgaben selbst zu bestimmen und auf Erklärvideos – zum Beispiel im Fach Deutsch für Verben oder Nomen – zu verweisen. Um einen Buchtipp zu schreiben, lädt sich das Kind einen Arbeitszettel herunter, füllt ihn handschriftlich aus, macht ein Handyfoto davon und lädt ihn wieder hoch. Dafür ist anfangs vielleicht noch elterliche Hilfe nötig. Dass im Haus Internet und Drucker vorhanden sind, darum müssen sich die Eltern kümmern.

Die Kinder können sich auch in einem Chatroom treffen und miteinander Aufgaben oder anderes besprechen. Lehrer geben den Schülern Rückmeldungen oder kommentieren die Arbeit – und für die Fragen der Eltern zur Technik ist Susanne Kerkhoff die Ansprechpartnerin.

„Natürlich ist das eine Herausforderung, die vielleicht auch Stolperfallen hat. Es sind Gehversuche. Wir arbeiten uns rein. Fehler dürfen passieren“, sagt Tanja Edzards. Für die knapp 300 Schüler stehen 40 Leihgeräte zur Verfügung, die anderen verfügen über ausreichend eigene Geräte. „In einer Familie mit fünf Schulkindern können nicht alle an einem Familien-PC arbeiten“, sagt die Schulleiterin. Deshalb seien Eltern froh, dass es Leihgeräte gebe.

Alle Grundschulen aus Schloß Holte-Stukenbrock haben sich auf Logineo als Lernplattform verständigt. Sie ist kostenlos, erfüllt die Anforderungen an den Datenschutz und bietet alles, was Grundschulen brauchen. Alle Schulen seien auf dem Weg.

„Wir hatten den Vorteil, dass die Lehrer schon vor zwei Monaten geschult worden sind und sich damit beschäftigen konnten. Seit den Sommerferien hat jeder Lehrer eine dienstliche E-Mail bei Logineo. Die Kollegen sind super-engagiert. Ich bin echt stolz auf sie. Die Kinder aller Klassen sind angemeldet“, sagt die Schulleiterin.

Trotz allem freuen sich Edzards und Kerkhoff wieder auf den Präsenzunterricht. „Schule ist Beziehungsarbeit. Wir wollen mit den Kindern arbeiten, eröffnen mit der digitalen Plattform aber auch andere Zugänge zum Unterricht.“

 

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