Schulen sind noch nicht ans Glasfasernetz angeschlossen – Sorgenkind bleibt Gesamtschulstandort Jahnstraße
Mit dem Breitband-Ausbau in Verzug

Schloß Holte-Stukenbrock (WB) -

Ohne Anschluss ans Breitband bleibt die Digitalisierung der Schulen weitgehend Theorie. Beigeordneter Olaf Junker sagte im Familien- und Bildungsausschuss, dass die Schulen Ende 2020 hätten ans Glasfasernetz angeschlossen sein sollen.

Mittwoch, 03.02.2021, 19:02 Uhr
Eigentlich sollte die Deutsche Glasfaser schon Ende 2020 alle Schulen ans schnelle Internet angeschlossen haben, sagt Beigeordneter Olaf Junker.
Eigentlich sollte die Deutsche Glasfaser schon Ende 2020 alle Schulen ans schnelle Internet angeschlossen haben, sagt Beigeordneter Olaf Junker. Foto: Monika Schönfeld

 

Die Medienkonzepte der Schulen liegen vor. „Wir sind im täglichen Austausch mit den Fachberatern bei der Bezirksregierung“, sagt Junker. Von dieser Seite erwartet er kurzfristig Nachricht. Die Deutsche Glasfaser sei aber mit dem Ausbau in Verzug.

Die mobilen Endgeräte seien zu 95 Prozent in den Schulen verteilt. Dabei handelt es sich um die Leihgeräte, die Familien zur Verfügung gestellt werden, die ihr Kind nicht mit eigenen Geräten ausstatten können. Es gebe vereinzelt die Probleme, dass Eltern die Geräte nicht abholen oder nicht in die Haftpflichtversicherung aufnehmen. Die Leihgeräte, sagt Junker, bedeuten eine erhebliche Erleichterung in den Elternhäusern. „Die Schulen können Kinder und Eltern jetzt erreichen.“

Auf Anregung der Vorsitzenden der Stadtschulpflegschaft, Denise Hachmann-Pfeifer, wird die Verwaltung einen Arbeitskreis einberufen, an dem Eltern, Lehrer, Schulleiter, Politiker und Stadtverwaltung sich darauf verständigen, was und wie mit welcher Hard- und Software geleistet werden soll.

Auf Anfrage von Ulla Lehmann (FDP) sagte Olaf Junker, dass das W-LAN an der Gesamtschule am Standort Jahnstraße schlecht sei. „Das ist unser Sorgenkind. Hier war von der Deutschen Glasfaser kein Ausbau geplant, weil zu wenige Haushalte drumherum das bestellt haben. Zudem behindern die dicken Betonwände das W-LAN. Wir brauchen hier mehr Accesspoints. Wir müssen hier tätig werden.“

Das Landesministerium hat die für die Umsetzung des Digitalpaktes Schule erforderliche Förderrichtlinie erlassen. Die Mittel müssen bei der Bezirksregierung Detmold beantragt werden. Gewährt werden den Kommunen 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Für Schloß Holte-Stukenbrock sind vom Land für den Förderzeitraum 2019 bis 2024 insgesamt 800.147 Euro vorgesehen. Im Haushalt 2021 sind insgesamt 1.529.921 Euro für Investitionen und Aufwendungen im Zusammenhang mit Schul-IT veranschlagt worden. Auf Antrag der CSB hat der Ausschuss die Digitalisierung der Schulen in den Haushaltszielen festgeschrieben.

 

 

Beratend

 

Nachdem vergangenes Jahr schon Vertreter der Stadtschulpflegschaft mit beratender Stimme im Ausschuss zugelassen worden waren, folgen jetzt die Schulleiter der Grund- und weiterführenden Schulen. Das hat der Familien- und Bildungsausschuss einstimmig beschlossen.

„Bisher wurden die Schulleitungen eingeladen, wenn es um besondere Themen ging. Auf Wunsch haben sie auch Rederecht erhalten. Das formalisieren wir mit der beratenden Funktion. Wir bekommen so Informationen aus erster Hand und auch die Schulleitungen können Dinge im Ausschuss direkt ansprechen.“ Für die Grundschulen wird Tanja Edzards entsandt (Stellvertreter Norman Nefiodow), für die weiterführenden Schulen Dr. Michael Kößmeier (Stellvertreterin Daniela Hartmann).

 

 

Gymnasium

 

Auf Anregung des Ausschussvorsitzenden Maik Dück (CDU) ist im Haushalt das Ziel aufgenommen worden, dass der Raumbedarf des Gymnasiums im Zuge der Umstellung auf das Abitur nach neun Jahren (G9) ermittelt ist. Damit gibt der Ausschuss das Signal, dass trotz der hohen Investitionen in die Gesamtschule auch das Gymnasium nicht vergessen ist.

 

 

Gesamtschule

 

Die Bauarbeiten an der Gesamtschule, Standort am Hallenbad, sollen bis zum Sommer abgeschlossen sei. Das sagte Beigeordneter Olaf Junker im Ausschuss. Die Mensa soll Ende März fertig sein, die Sanierung der Aula im Spätsommer. Lediglich Restarbeiten seien im Herbst noch geplant. Dieses Jahr werden noch mal fünf Millionen Euro in den Umbau der ehemaligen Realschule zur Gesamtschule investiert. Deutlich soll das Umfeld aufgewertet werden. Parkplatz und Außenflächen sind Bestandteil der „Grünen Mitte“, die über die Städtebauförderung verbessert werden.

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