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Di., 20.12.2016

Rudelsingen auf Eisbahn riesiger Erfolg und tolles Gruppenerlebnis Fremde vereint in großem Chor

Anne Clusmeier, Carola Drolshagen, Annette Ernst, Heide Antonowitsch, Suse Kapusta und Anette Fischer (von links) stoßen auf das musikalische Gemeinschaftsgefühl an.

Anne Clusmeier, Carola Drolshagen, Annette Ernst, Heide Antonowitsch, Suse Kapusta und Anette Fischer (von links) stoßen auf das musikalische Gemeinschaftsgefühl an. Foto: Sara Mattana

Steinhagen(WB/mat). Ganz dicht rückten über 500 Besucher am Sonntag zusammen – sogar so dicht, dass trotz des frostigen Bodens auf der Eisbahn kaum mehr Platz für die eisige Kälte des vierten Advents blieb. Denn die Gäste wollten nicht frieren, sondern das Zelt am »Graf Bernhard« mit dem Klang ihrer Stimmen erfüllen.

Beim fünften Rudelsingen auf der Eisbahn haben die Besucher deshalb mit Mütze, Schal und Handschuhen bestens vorgesorgt – schließlich wirkt ein solches Projekt nur, wenn nicht gebibbert, sondern tatkräftig mitgesungen wird. Und das mussten sich die Steinhagener nicht zweimal sagen lassen: Kaum hatte Sänger David Rauterberg gemeinsam mit Pianist Matthias Schneider die ersten Töne des Songs »Altes Fieber« von den Toten Hosen angestimmt, gab es für die Zuschauer kein Halten mehr. Auf dem rutschigen Untergrund drängten sich die Sänger immer dichter an den Bühnenrand, um einen möglichst guten Blick auf die Leinwand erhaschen zu können.

Denn obwohl viele der Hits wie »Super Trouper« oder »YMCA« problemlos mitgeschmettert werden konnten, flimmerte im Hintergrund der Liedtext über die Wand. Schließlich ist das erstmals in Münster durchgeführte Rudelsingen keineswegs eine Veranstaltung, bei der es auf das perfekte Treffen der Töne ankommt – vielmehr soll es darum gehen, hunderte von Menschen durch die Musik zu verbinden. Und dieser Effekt ließ am Sonntag nicht lange auf sich warten: Wie ein riesiger Chor präsentierten sich die Besucher – völlig unabhängig davon, ob sie sich je zuvor begegnet sind. Im Takt der Musik verschmolzen Fremde so zu einer riesigen Einheit, die das Gefühl der Gemeinschaft beinahe greifbar machte.

»Es macht einfach Spaß, mit der Menge zu singen. Hier fallen schräge Töne nicht auf und jeder kann mitmachen, ohne sich zu blamieren«, sagt Anne Clusmeier, die beim Rudelsingen mit einem heißen Glühwein auf das einzigartige Ambiente im Licht der bunten Scheinwerfer anstößt. Dabei sorgten vor allem die im letzten der insgesamt drei Blöcke angestimmten Weihnachtslieder wie »I’m dreaming of a white Christmas« oder »Silent night« für Gänsehaut, denn die traditionell am vierten Advent stattfindende Veranstaltung ließ keinen Zweifel daran, dass die harmonische und besinnliche Weihnachtszeit kurz bevor steht.

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