Fr., 02.03.2018

Frische Farben: Trauzimmer des Steinhagener Standesamtes wurde renoviert und neu gestaltet Heiraten unter Wolke sieben

Die Architekten Janine Ostermann und Oliver Stüwe sowie Klaus Besser, Ellen Strothenke, Martina Hartsieker und Uta Möller von der Gemeinde (von links) inmitten frischer Farbtöne.

Die Architekten Janine Ostermann und Oliver Stüwe sowie Klaus Besser, Ellen Strothenke, Martina Hartsieker und Uta Möller von der Gemeinde (von links) inmitten frischer Farbtöne. Foto: Volker Hagemann

Steinhagen (WB/vh). Wer ohnehin schon sprichwörtlich auf Wolke sieben schwebt und eines Tages den Gang zum Standesamt anstrebt, sollte dringend ins Steinhagener Rathaus kommen. Denn nach der Renovierung präsentiert sich die Innengestaltung des Trauzimmers unter dem von den Architekten umgesetzten Motto »Wolke sieben« – und das sieht richtig schick aus.

»Nach 35 Jahren war es in ganz vielen Details einfach Zeit für eine Renovierung und eine frische Gestaltung«, sagt Ordnungsamtsleiterin Ellen Strothenke, die auch Chefin der Standesbeamten ist. Dazu zählen neben Martina Hartsieker und Uta Möller übrigens auch Beate Preuß und Erwin Rellmann. »Die Klimatechnik und das Licht hatten des öfteren Defekte, die Möbel waren mehr und mehr abgenutzt«, so Strothenke. Also wurde das Trauzimmer im Erdgeschoss des Rathauses in den vergangenen vier Wochen während der Umbauphase dicht gemacht. »Dennoch hatten wir in dieser Zeit eine Trauung, die dann in meinem Büro stattgefunden hat. Das Paar wollte gerne am 22.2. heiraten«, berichtet Bürgermeister Klaus Besser.

Polster in reizvollem Türkis-Ton

Gemäß dem genannten romantischen Motto ließen Architekt Oliver Stüwe und seine Kollegin, Innenarchitektin Janine Ostermann, das Trauzimmer in frischer, reizvoller Farbgebung gestalten, das Mobiliar und weitere Details kommen gar einen Hauch avantgardistisch daher: Ein Teil der Wände sowie das bequeme, mit Velours und Samt bezogene Mobiliar präsentieren sich in einem ansprechenden Petrol-Türkis-Ton, während der Holzboden lediglich abgeschliffen werden musste.

»Clouds« an der Zimmerdecke von französischen Designern

Erneuert wurde auch das dezentrale Klimagerät, dessen Bedienung dezent hinter der Wand versteckt liegt. Obendrein gibt es im Trauzimmer jetzt mehrere Hingucker. Etwa die so genannten »Clouds« (Wolken):  blaue Textilmodule, die die Zimmerdecke zieren und für eine angenehme Akustik sorgen. Entwickelt wurden sie von den französischen Designern Ronan und Erwan Bouroullec. »Die mussten wir erst einmal zusammenpuzzlen und anpassen«, berichtet Janine Ostermann lachend. Sie selbst zudem gelernte Raumausstatterin.

Weitere Hingucker sind Zylinder und Melone, die von der Decke herab hängen. »Sie symbolisieren den Bräutigam, während die neue weiße Gardine den Brautschleier symbolisiert«, erklärt Martina Hartsieker. Sie und Uta Möller haben für die Gestaltung des Trauzimmers viele eigene Ideen und Wünsche eingebracht. Etwa 60.000 Euro haben Umbau und Neugestaltung gekostet, sagt Bürgermeister Klaus Besser. »Wenn das wieder 35 Jahre hält, haben wir alles richtig gemacht«, sagt er. Derzeit habe man mehr als 100 Trauungen im Jahr.

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