Neues Projekt im Gebrauchtwaren-Kaufhaus: Reparaturwerkstatt für jedermann
Hilfe zur Selbsthilfe am Fahrrad

Steinhagen (WB/anb). Reifen platt? Kette abgesprungen? Und wie kann man eigentlich die Bremsen am Fahrrad einstellen? Diese und viele weitere Probleme können Interessierte ab sofort im Gebrauchtwarenkaufhaus »Möbel&Mehr« lösen. Denn die Arbeitslosenselbsthilfe (ash) eröffnet dort jetzt mit Unterstützung der Gemeinde und des Arbeitskreises Asyl eine Fahrradwerkstatt für jedermann.

Mittwoch, 30.05.2018, 07:30 Uhr
Laden in die Fahrradwerkstatt ein: Dr. Susanne Kohlmeyer, Hans-Peter Jost, Hartmut Spielker und Geschäftsführer Jürgen Delker (alle ash) sowie Christine Dresler und Birgit Pape (Gemeinde) sowie Wolfgang Groß (Arbeitskreis Asyl). Foto: Bluhm-Weinhold
Laden in die Fahrradwerkstatt ein: Dr. Susanne Kohlmeyer, Hans-Peter Jost, Hartmut Spielker und Geschäftsführer Jürgen Delker (alle ash) sowie Christine Dresler und Birgit Pape (Gemeinde) sowie Wolfgang Groß (Arbeitskreis Asyl). Foto: Bluhm-Weinhold

Grundidee war, wie Integrationsbeauftragte Christine Dresler sagte, die Fahrradwerkstatt, die Ehrenamtliche für die Flüchtlinge im Übergangswohnheim in der Patthorst etabliert hatten. »Wir wollen das jetzt für alle umsetzen und zwar an einer ganz zentralen Stelle«, sagte sie. Denn der Bedarf sei vorhanden: »Gerade von Schülern hört man den Wunsch häufiger. Sie haben offenbar wieder mehr Interesse, Altes zu erhalten.«

»M&M«-Kaufhaus immer donnerstags geöffnet

Alle interessierten Bürger sind immer donnerstags von 14 bis 18 Uhr willkommen im »M&M«-Kaufhaus am Kirchplatz. Denn dann steht Hans-Peter Jost als Betreuer der Fahrradwerkstatt parat, um Fragen zu beantworten, Handgriffe und Techniken zu erläutern.

Idealerweise können dann auch die Flüchtlinge mitarbeiten, die in Sachen Fahrradtechnik schon versiert sind. »Für sie ist es auch eine gute Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse zu trainieren«, sagte Christine Dresler.

Mit der Idee der Fahrradwerkstatt sei die Gemeinde bei der ash, die das Gebrauchtwarenkaufhaus betreibt, auf offene Ohren gestoßen, sagte Sozialamtsleiterin Birgit Pape. »Für uns ist das super. Eine Fahrradwerkstatt entspricht ganz unserer Philosophie der Hilfe zur Selbsthilfe«, sagte Dr. Susanne Kohlmeyer, Assistenz der Geschäftsführung der ash. Sie nimmt auch Birgit Papes weiteren Vorschlag auf, ein »Repair«-Café zu etablieren.

Repair-Café bringt auch Menschen zusammen

»Das ist eine Idee, die schon vor längerer Zeit vom Generationenbüro vorgeschlagen wurde«, so Pape. Und Susanne Kohlmeyer findet: »Wir wollen hier Aufenthaltsqualität und einen Treffpunkt schaffen. Ein Repair-Café könnte dazu beitragen, dass Leute hier zusammenkommen und sich austauschen.«

Einbezogen in das Projekt ist im Übrigen auch der örtliche Einzelhandel. Wie schon für die Selbsthilfegruppe in der Patthorst fungiert Zweirad Magerkohl als Kooperationspartner und liefert die Ersatzteile.

Viele Bürger wollen aber auch alte Fahrräder loswerden. Auch das ist im »M&M«-Kaufhaus möglich, wie dessen Leiter Hartmut Spilker sagt. Und zwar nicht nur donnerstags, sondern jederzeit. Wolfgang Groß, Sprecher vom AK Asyl, weiß: »Es werden immer noch Fahrräder für die Flüchtlinge gebraucht.«

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