Mo., 04.06.2018

Nach Pkw-Brand erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration - fünf Bewohner leicht verletzt – mit Video 21 Wohnungen evakuiert

Der Mercedes ist aufgrund eines tecnischen Defekts ausgebrannt. Den Schaden beziffert die Polizei auf 15.000 Euro an Fahrzeug und Gebäude.

Der Mercedes ist aufgrund eines tecnischen Defekts ausgebrannt. Den Schaden beziffert die Polizei auf 15.000 Euro an Fahrzeug und Gebäude. Foto: Feuerwehr

Steinhagen (WB/anb).  Nach dem Brand eines Mercedes in der Tiefgarage der Schumannstraße sind am späten Sonntagabend 21 benachbarte Wohnungen evakuiert worden, nachdem die feuerwehr dort erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration festgestellt hatte. 53 Bewohner wurden vorübergehend in der Mensa des Schulzentrums untergebracht und ärztlich versorgt. Fünf wurden vorsichtshalber mit Rauchgasvergiftungen im Krankenhaus weiterbehandelt.

Gegen 20.37 Uhr war die Feuerwehr am Sonntagabend mit 70 Einsatzkräften der Löschzüge Steinhagen, Amshausen und Brockhagen in die Tiefgarage an der Schumannstraße ausgerückt. Ein mercedes war dort in Brand geraten. Inzwischen hat die Polizei einen technischen Defekt als Ursache ermittelt. Den Schaden beziffert sie auf 15.000 Euro an Fahrzeug und Gebäude. Die Löscharbeiten waren schwierig wegen extremer Rauchentwicklung.

Schadstoffe waren durch Versorgungsleitungen in die Wohnungen gezogen

Nachdem der Brand gelöscht war, bemerkten Anwohner am späten Abend Brandgeruch in ihren Wohnungen. Die Feuerwehr stellte dort einen erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Wert fest. 21 Wohnungen wurden daher evakuiert. Betroffen waren zwar nicht die großen Mehrfamilienhäuser, sondern die gegenüberliegenden flacheren Bungalows. Durch Versorgungsschächte und -leitungen war das Kohlenmonoxid in die Keller der Häuser, die direkt an die Garage grenzen, und in die Wohnungen gelangt.  Etwa 80 Personen leben in den Häusern, was mit Hilfe des Ordnungsamtes festgestellt wurde. 53 von ihnen wurden angetroffen und in der Mensa untergebracht.

Rettungsdienst und Notärzte wurden nachalamiert, so dass alle ärztlich untersucht werden konnten - ebenso wie zehn Feuerwehrleute. Fünf der Bewohner wurden vorsichtshalber im Krankenhaus weiterbehandelt, sind aber inzwischen wieder zu Hasue. Alle anderen konnten gegen 2 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem die Feuerwehr festgestellt hatte, dass die Schadstoffkonzentration wieder auf das zulässige Maß gesunken war. 110 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren in Spitzenzeiten vor Ort ebenso wie Bürgermeister Klaus Besser, ordnungsamtsleiterin Ellen Strothenke sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Uwe Theismann. 

Bis Montagvormittag ohne Wasser

In ihren Wohnungen allerdings waren die Betroffenen bis Montagvormittag ohne fließendes Wasser. Denn durch die Hitze in der Tiefgarage waren Leitungen geschmolzen, die Wasserversorgung, Telefon- und Internetzugang unterbrochen. Nach Auskunft von Sascha Drewel, Prokurist der Gemeindewerke, waren im Laufe des Vormittags alle Wohnungen wieder am Wassernetz. Provisorisch hatten die Gemeindewerke ein Trinkwasserstandrohr installiert, mit dem Eimer holten die Anwohner von dort ihr Wasser.

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