Sa., 11.08.2018

Für 1,3 Millionen: Umkleiden des Cronsbachstadions werden saniert und erweitert – mit Video Nicht Abriss, sondern Umbau

Die Abrissarbeiten haben begonnen: Die Dachisolierung wird abgenommen. Doch Dach, Bodenplatte und Außenmauern des Umkleidentrakts bleiben stehen als Grundlage des »runderneuerten« Gebäudes.

Die Abrissarbeiten haben begonnen: Die Dachisolierung wird abgenommen. Doch Dach, Bodenplatte und Außenmauern des Umkleidentrakts bleiben stehen als Grundlage des »runderneuerten« Gebäudes. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Von Annemarie Bluhm-Weinhold

Steinhagen (WB). 50 Jahre alt ist das Cronsbachstadion, und ebenso alt sind auch die Umkleiden und Duschen. Vom Dach und der Heizungsanlage abgesehen, ist über ein halbes Jahrhundert nichts umfassender renoviert worden. Doch nun nimmt die Gemeinde fast 1,3 Millionen in die Hand und baut um und an.

Ein halbes Jahr werden die Arbeiten dauern, hat Architekt Oliver Erdmann (Die Bauwerkstadt) geplant. Denn die Sanierung ist umfangreich und muss in zwei Abschnitten geschehen, weil für den Spielbetrieb zumindest ein Teil der Umkleiden und Duschen gebraucht wird.

Herausforderung: die energetische Sanierung

Doch das ist nicht die einzige Herausforderung. Eine weitere ist, das Gebäude, eine simple Stahlskelettkonstruktion, energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Die zusätzliche Dämmung, die unter dem Flachdach und auf dem Boden des nur teilweise unterkellerten Gebäudes anzubringen ist, nimmt den Räumen einiges an Höhe.

Wände werden herausgerissen und neu gesetzt, denn auch die Aufteilung der bisher vier Umkleiden, die aber nur über zwei Türen zu erreichen sind, ist nicht mehr praktikabel. Also bekommen die Umkleideräume direkte Zugänge von außen, die Duschen werden an die Außenwände versetzt. Das erleichtert auch das Lüften. Zur anderen Seite Richtung Cronsbachhalle werden die Türen nun verschlossen – zugemauert. Die Cronsbachhalle bekommt einen neuen Zugang, denn der »Stiefelgang«, der bisher hinter den Umkleiden verlief, wird für die neue Raumaufteilung gebraucht. »Wir werden in Zukunft weniger Verkehrs-, sondern mehr Nutzfläche haben«, so Oliver Erdmann.

Ob das neue Sportzentrum der Spvg. wieder direkt an den Umkleidentrakt angebaut wird, steht noch in den Sternen. Aber die Option, die zugemauerten Türen wieder zu öffnen, ist gegeben.

Neubau schafft zusätzlichen Raum

Doch der Umbau ist noch nicht alles. Die Ausschachtungsarbeiten für einen Neubau haben ebenfalls begonnen. »Wir lösen damit Platzprobleme«, sagt Schul- und Sportamtsleiterin Gabi Schneegaß. Vor allem Lagermöglichkeiten, aber auch ein Raum für den Hausmeister werden geschaffen. Das Gebäude wird sich optisch mit dunklem Klinker abheben und etwas höher sein. Der Altbau bekommt dagegen Faserzementplatten außen. Erneuert werden auch 800 Quadratmeter Pflasterfläche.

1,28 Millionen Euro hat die Gemeinde für das Projekt eingeplant. »Mit diesem Ansatz kommen wir auch aus«, so Schneegaß.

Die Bauarbeiten laufen seit Ferienbeginn. Der erste Teil der Umkleiden soll bis zu den Herbstferien fertig sein, der Neubau und der zweite Bauabschnitt der Umkleiden bis Ende Februar. Der Sportbetrieb im Stadion kann nach den Ferien trotz Baustelle weitergehen.

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