Sa., 15.09.2018

Antriebstechnik platzt aus allen Nähten: 24 Meter hohes Gebäude an der Umgehungsstraße geplant Hörmann will Hochregallager bauen

Neben dem bestehenden Wareneingang (blaues Gebäude) soll das Hochregallager entstehen. Eine Fahrgasse würde bleiben. Ein Teil des Parkplatzes würde wegfallen.

Neben dem bestehenden Wareneingang (blaues Gebäude) soll das Hochregallager entstehen. Eine Fahrgasse würde bleiben. Ein Teil des Parkplatzes würde wegfallen. Foto: Bluhm-Weinhold

Steinhagen-Brockhagen  (WB/anb). Die Hörmann Antriebstechnik im Gewerbegebiet Brockhagen-Ost plant den Bau eines Hochregallagers: An die 24 Meter hoch, 19 Meter breit, angesiedelt zwischen dem schon bestehenden Wareneingang und der Umgehungsstraße.

Im Bauausschuss erläuterten am Donnerstagabend Werksleiter Matthias Hedrich und Stadtplaner Dirk Tischmann (Büro Tischmann-Schrooten) die Notwendigkeit und die Grundzüge der Planung. Denn die Gemeinde muss dafür den Bebauungsplan ändern, der bisher diese Höhen nicht vorsieht. Der Ausschuss stimmte zu. Die Kosten des vorhabenbezogenen Projekts trägt Hörmann.

Dringender Platzbedarf

Bereits vor mehr als einem Jahr, hatte die Geschäftsführung der boomenden Antriebstechnik Erweiterungsbedarf angemeldet und dem Ausschuss erste Planungen für eine Ausdehnung und Aufstockung der Gebäude an der Michaelisstraße vorgelegt. Einmal mehr machte Matthias Hedrich jetzt deutlich, wie dringend der Platzbedarf ist: »Wir sind in den vergangenen fünf bis sieben Jahren durch neue Produkte stark gewachsen.«

Längst werden nicht mehr nur Torantriebe hergestellt, sondern auch Automatik-Schiebetüren, Schranken- und Zufahrtskontrollsysteme sprengen mitunter schon ob ihrer Größe den bisherigen Wareneingang. Dessen Verschieberegalsystem ist laut Hedrich nicht mehr effizient für inzwischen 170 Entnahmen. Zudem sind die Räume zu eng, Waren lagern schon in einem provisorischen Zelt und auf angemieteten Flächen.

Zwei Regalförderzeuge – und ein drittes in langfristiger Planung

Für die Antriebstechnik wäre die effizienteste Lösung, ein Hochregallager nicht wie zunächst geplant im hinteren Teil des Grundstücks zu platzieren, sondern direkt im Anschluss an den Wareneingang im Bereich der heutigen Parkplätze. Diese würden dadurch etwas dezimiert. Eine Fahrgasse bliebe frei, da der Anschluss an das bestehende Gebäude erst im oberen Bereich erfolgen würde. Zwei sogenannte Regalförderzeuge würden nebeneinander zum Einsatz kommen, Erweiterungsmöglichkeiten für ein drittes gleich eingeplant. 7400 Paletten könnten dort bevorratet werden.

Aber: Ein so hohes Gebäude direkt an der Umgehungsstraße wirkt ungemein dominant. Mit dem Landesbetrieb Straßen NRW ist bereits gesprochen worden. Abgetrennt von der Straße wäre es allerdings durch eine Baumreihe, die auch erhalten bleibt.

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