Fr., 09.11.2018

Steinhagener Feuerwehr rückt zum Einsatz an den Hilterweg aus – keine Verletzten 25 Jahre altes Elektroauto brennt aus

Nur noch ein Gerippe: das ausgebrannte Elektroauto. Ein weiteres dahinter wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

Nur noch ein Gerippe: das ausgebrannte Elektroauto. Ein weiteres dahinter wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Feuerwehr Steinhagen

Steinhagen (WB/vh). Ein brennendes Elektroauto war am Donnerstagabend Auslöser eines Feuerwehreinsatzes am Hilterweg. Ob die Akkus des 25 Jahre alten Fahrzeugs die Ursache waren, ist noch unklar.

»Um 18.39 Uhr sind wir von der Leitstelle alarmiert worden«, berichtet der stellvertretende Leiter der Steinhagener Feuerwehr, Andreas Kramme. »Als wir mit 20 Einsatzkräften unter Leitung von Dr. Jan-Stefan Klein auf dem Grundstück am Hilterweg eintrafen, schlugen die Flammen bis an den Dachüberstand des dicht angrenzenden Wohnhauses. Bis auf ein gesprungenes Fensterglas und verformte Fugen im Mauerwerk gab es aber nach bisherigen Erkenntnissen keine größeren Schäden am Haus. Personen sind glücklicherweise nicht verletzt worden«, so Kramme weiter.

Zum Löschen auch Sand aus dem Baumarkt geholt

Über fast eineinhalb Stunden habe sich der Feuerwehreinsatz hingezogen, berichtet der stellvertretende Feuerwehrleiter. »Ein brennendes Elektroauto kann man durchaus mit Wasser löschen. Es entstehen allerdings eine enorme Hitze und giftige Gase; daher hatten sich einige Kollegen auch mit Atemschutz ausgerüstet.« Die Akkus hätten auch nach den Löscharbeiten noch gequalmt, »daher haben wir uns dazu entschieden, trockenen Sand aus dem Baumakt zu holen; der war hier zum endgültigen Löschen eine wichtige Hilfe«, erklärt Kramme. Gegen 20 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen.

Das Elektroauto vom französischen Hersteller Ligier sei nach Eigentümerangaben schon 25 Jahre alt gewesen, berichtet Andreas Kramme. Zur Brandursache – ob möglicherweise die Akkus Auslöser des Feuers waren – konnten weder Feuerwehr noch Polizei am Freitag schon Angaben machen.

Wichtig zu wissen: Wo verlaufen die Stromleitungen des Fahrzeugs?

»Natürlich befassen wir uns in unseren Übungsdiensten und Weiterbildungen auch mit Elektroautos«, sagt Andreas Kramme. »Es gibt ja für jeden Fahrzeugtypen Rettungskarten, auf denen wir erkennen, wo genau wir wie mit den Löscharbeiten vorgehen können. Bei Elektroautos ist es entscheidend, wo genau die unter Hochspannung stehenden Stromversorgungsleitungen verlaufen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6177743?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516077%2F