So., 13.01.2019

Ausstellung von Arbeiten junger Flüchtlinge mit großem Besucherinteresse eröffnet »Integration ist eine Daueraufgabe«

Sie haben die Projekte begleitet: (von links) Wolfgang Groß, Christine Dresler und die Medienwissenschaftler Kristina Bopp und Jan Holthus.

Sie haben die Projekte begleitet: (von links) Wolfgang Groß, Christine Dresler und die Medienwissenschaftler Kristina Bopp und Jan Holthus. Foto: Bluhm-Weinhold

Steinhagen  (WB/anb). Das Besucherinteresse war riesig. Statt der erwarteten 30, kamen an die 80 Gäste zur Eröffnung der Ausstellung »Angekommen in Steinhagen? Meine Träume und die Wirklichkeit«.

Junge Flüchtlinge, 15 bis 25 Jahre alt, haben sie, wie mehrfach berichtet, unter der Regie des Arbeitskreises Asyl und der Integrationsbeauftragten der Gemeinde, Christine Dresler, gestaltet. Viel Lob etwa kam auch von Christian Trame, Steinhagener Filialleiter der Volksbank Bielefeld-Gütersloh, der unter anderem die Naturfotos bewunderte. Die Volksbank-Stiftung hatte das Projekt, das im Sommer mit Workshops gestartet war, unterstützt.

Das Zusammenleben von Fremden und Einheimischen ist nicht neu

Bürgermeister Klaus Besser drückte ebenfalls seine Anerkennung aus und ordnete den Ausstellungstitel »Angekommen in Steinhagen?« auch historisch ein. »Das Zusammenleben von Fremden und Einheimischen ist nicht neu in Steinhagen«, sagte er und erinnerte an die Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, zu denen auch sein Vater gehörte. »Die Eltern meiner Mutter waren nicht begeistert, dass sie einen Vertriebenen aus Schlesien heiraten wollte«, verriet er.

Die Gastarbeiter der 60er und 70er Jahre, die Spätaussiedler und Kriegsflüchtlinge vom Balkan in den 90ern erwähnte er ebenfalls – sie seien weitgehend integriert, so Besser. Und heute seien es junge Leute, die 2015 und später mit ihren Träumen und Erwartungen gekommen seien. »In den Fotos, im Film und in den Interviews wird deutlich, dass sich manche Träume nicht erfüllt haben und vielleicht nie erfüllen werden«, so Besser. Die Ausstellung bringe aber auch Einheimische zum Nachdenken, welche Ziele erreicht werden müssen: »Integration ist eine Daueraufgabe und notwendig für ein friedliches Miteinander und den Erhalt unseres Wohlstandes«, so Besser.

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