Frühlingserwachen bei Lüking: Polizist berät zu E-Bikes und Helmen
Vorsicht auf dem Pedelec

Steinhagen (WB). Von einem Frühlingserwachen konnte am Wochenende zumindest wettertechnisch nicht die Rede sein. Trotzdem hielt das Team von Zweirad Lüking bei seiner kleinen Gewerbeschau viele Angebote für die Kunden bereit.

Montag, 15.04.2019, 08:00 Uhr
Polizist Peter Stockhecke, Verkehrserzieher und als Radfahrexperte an den Grundschule unterwegs, zeigt den Besuchern, auf was es beim Kauf eines Fahrradhelms ankommt, wie er schützt und wie man ihn richtig trägt. Foto: Sara Mattana
Polizist Peter Stockhecke, Verkehrserzieher und als Radfahrexperte an den Grundschule unterwegs, zeigt den Besuchern, auf was es beim Kauf eines Fahrradhelms ankommt, wie er schützt und wie man ihn richtig trägt. Foto: Sara Mattana

Denn auch wenn das Wetter beim Steinhagener »Frühlingserwachen« nicht mitspielte, gab es rund um das Geschäft einiges zu entdecken. Etwa 20 Aussteller haben sich dort an zwei Tagen präsentiert und Neuigkeiten aus dem Zweirad-Bereich vorgestellt. »Besonders nachgefragt werden im Moment sportliche Mountainbikes und E-Bikes«, sagte Inhaber Thomas Lüking. Doch vor allem mit den so beliebten Pedelecs kommt es immer wieder zu Unfällen.

Deshalb stattete am Samstag auch Polizist Peter Stockhecke dem »Frühlingserwachen« einen Besuch ab und informierte die Gäste rund um das Thema Sicherheit im Straßenverkehr. »Die Zahl der Unfälle im Kreis Gütersloh steigt, und vor allem die Pedelecs tragen dazu bei«, sagte Peter Stockhecke. Denn wenn man mit dem normalen Rad in einer engen Kurve meist automatisch abbremst, unterschätzen viele Radfahrer die Geschwindigkeit der Pedelecs. »Man fährt damit fast konstant 25 Stundenkilometer und verschätzt sich schnell«, sagte Peter Stockhecke.

So früh wie möglich Sicherheitstraining absolvieren

Während es im Jahr 2017 zu 490 Unfällen mit Radfahrern kam, waren es 2018 schon knapp 590 – etwa 100 davon passierten mit einem Pedelec. Denn diese elek­tronisch unterstützten Fahrräder sind vor allem für Senioren oft gefährlich. »Im vergangenen Jahr hatten wir drei tote Radfahrer im Kreis Gütersloh. Alle drei waren Senioren«, sagte Peter Stockhecke, der deshalb dazu rät, so früh wie möglich auf ein Pedelec umzusteigen.

»Seit es hier in Steinhagen die Autobahnbrücken gibt, möchten immer mehr Menschen auf ein Pedelec umsteigen, weil sie mit einem normalen Rad die Steigung nicht schaffen. Man muss sich aber erst an das neue Fahrgefühl gewöhnen«, sagte Peter Stockhecke. Er rät deshalb dazu, so früh wie möglich ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren. Ausprobieren konnten die Besucher die unterschiedlichen Fahrräder und Fahrradhelme aber auch schon beim »Frühlingserwachen«.

Stadtradeln vom 1. bis 21. Mai

Damit sich die Steinhagener im Alltag häufiger in den Sattel schwingen, stellte Anna Zühlke von der Gemeinde das Stadtradeln vor, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet. Vom 1. bis 21. Mai können Gruppen und Einzelpersonen daran teilnehmen und ihre mit dem Rad zurückgelegten Kilometer notieren lassen. Die besten Teams werden im Rahmen der »ParKultur« im Juni ausgezeichnet. »Im vergangenen Jahr haben 265 Radfahrer teilgenommen und insgesamt etwa 50.000 Kilometer zurückgelegt. Viele Teilnehmer haben die Aktion zum Anlass genommen, um im Alltag wieder häufiger mit dem Fahrrad zu fahren«, sagte Anna Zühlke.

Jutta, Dominik, Frederik und Thomas Lüking (von links) stellen die neusten Trends im Zweiradbereich vor.

Jutta, Dominik, Frederik und Thomas Lüking (von links) stellen die neusten Trends im Zweiradbereich vor. Foto: Sara Mattana

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