Do., 09.05.2019

Sandra Schröter und ihre Kinder an A33-Auffahrt aggressiv angehupt Autofahrer nötigt Mutter

Sandra Schröter und Sohn Leon an der Ampel zur Auffahrt Richtung Halle, in ihrem Rücken die Szenerie: Sie war bereits mitten auf dem Überweg, als auf der Rechtsabbiegespur das wild hupende Auto herangerauscht kam.                         

Sandra Schröter und Sohn Leon an der Ampel zur Auffahrt Richtung Halle, in ihrem Rücken die Szenerie: Sie war bereits mitten auf dem Überweg, als auf der Rechtsabbiegespur das wild hupende Auto herangerauscht kam.                          Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Von Annemarie Bluhm-Weinhold

Steinhagen  (WB). Sandra Schröter ist immer noch entrüstet, wenn sie an das zurückdenkt, was sie kürzlich an der Fußgängerampel an der A33-Auffahrt erlebt hat: »Das war ein ganz unflätiges Benehmen eines Autofahrers«, sagt die Mutter. Mehr noch: Das war schon eine Art Nötigung.

Mit ihren beiden Söhnen – der zweijährige Leon im Kinderwagen, der sechsjährige Julien auf einem angekoppelten Bord direkt dahinter – war Steinhagens ehemalige Heidekönigin auf der Bielefelder Straße ortsauswärts unterwegs. An der Fußgängerampel an der Autobahnauffahrt nach Halle passierte es dann: »Es wurde Grün, wir gingen los und waren mitten auf der Straße, als ich mehrmaliges kurzes Hupen hörte.«

Auf der Abbiegerspur auf der Bielefelder Straße rauschte ein Auto heran, das nach rechts auf die Autobahn einbiegen wollte. »Das Auto war bestimmt noch 30, 40 Meter entfernt. Ich weiß überhaupt nicht, warum der Fahrer mich so angehupt hat. Ich hatte Grün, und ich konnte nun mit zwei Kindern auch nicht schneller über die Straße gehen«, sagt Sandra Schröter. »Ich habe mich so aufgeregt über dieses Benehmen.«

A33-Brücke extrem gefährlich

Nicht nur wegen solcher Vorfälle: Die Mutter findet die A33-Brücke extrem gefährlich. »Mit meinen Kindern bin ich hier nicht gerne zu Fuß unterwegs, weil es nicht einmal einen Zaun oder eine Abgrenzung zur Autobahn gibt. Ein Kind könnte über die Rampe einfach hinunterlaufen«, sagt sie. Sie sei froh, dass ihr Ältester im Sommer in die Georg-Müller-Schule eingeschult werde, sagt sie. Da muss er nicht auf seinem Schulweg über die A33-Brücke. Sie denkt aber auch schon vier Jahre weiter: »Ich weiß noch nicht, ob ich ihn in der fünften Klasse alleine zur Schule gehen lassen würde.« Denn dann müsste er hinunter ins Dorf.

Kritische Kreuzung an der Liebigstraße

Und noch eine gefährliche Ecke fällt ihr ein: die Kreuzung Liebigstraße. Diese wird nun zwar nun beampelt , aber als Fußgängerin aus der Borsig­straße hat Sandra Schröter das Problem, dass der Gehweg an der Bielefelder Straße endet und gegenüber keinen Anschlusspunkt an den Radweg hat, sondern man erst über den Rasen muss. An Fußgänger und Radfahrer, die die Bielefelder Straße queren müssen, ist an dieser Stelle offenbar gar nicht gedacht worden. Ein Defizit, dass es beim Bau der Ampel, spätestens bei der Sanierung der Bielefelder Straße zu beheben gilt.

Kommentar

Gute Manieren, Rücksichtnahme auf Schwächere, die sich zudem regelkonform verhalten – das hat dieser Autofahrer völlig vermissen lassen und, schlimmer noch, eine Mutter und ihre Kinder genötigt. Dass eine solche Rücksichtslosigkeit Fußgänger und Radfahrer erschreckt und verunsichert, steht völlig außer Frage. Für alle wäre es sicherer an dieser Stelle, wenn sich Kraftfahrer und nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer gar nicht erst auf der Straße träfen. Ein Grund mehr, für eine separate Grünphase zu plädieren.Annemarie Bluhm-Weinhold

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